Donnerstag, 10.12.2020

"Blue Period" - Kunstunterricht in Manga-Form

Leserbrief
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Yatora Yaguchi ist nicht nur ein guter Schüler, sondern auch ein richtig cooler Typ, der seine Abende am liebsten trinkend und rauchend mit seinen Kumpels im hippen Tokyoter Stadtviertel Shibuya und beim Fußballschauen verbringt. Obwohl der eher draufgängerische Yatora das Leben eines typischen Teenagers führt, spürt er eine Unzufriedenheit und fragt sich, wohin sein Leben eigentlich führen soll.

Als er sich eines Tages im Kunstunterricht dazu durchringt, tatsächlich eine der Aufgaben zu erfüllen, verändert sich alles. Sein Bild unter dem Motto „Ein Ausblick, der mir gefällt“ wird von der Kunstlehrerin und seinen Mitschülern und Mitschülerinnen gelobt, und weckt in ihn auch eine bisher ungekannte Empfindung: das Gefühl, etwas aus Freude heraus zu tun. Aber Malen ohne Ziel? Das kommt für den ehrgeizigen Yatora nicht in Frage, schon gar nicht, weil er sich bald für eine Fachrichtung entscheiden und bei Universitäten bewerben muss. Er geht aufs Ganze, tritt dem Kunstklub bei, und beschließt außerdem, sich auf einen der extrem umkämpften Plätze an einer Tokyoter Kunsthochschule zu bewerben. Dabei wagt er sich weit aus seiner Komfortzone heraus, stößt an die Grenzen seines Talents und erfährt, wie hart man auch in künstlerischen Fächern arbeiten muss, um vor der Konkurrenz zu bestehen.

Mit Preisen ausgezeichnet

Der Manga „Blue Periode“ von Tsubasa Yamaguchi erscheint seit 2017 und ist mit mehreren Preisen ausgezeichnet worden. Seit dem Sommer erscheint er bei Manga Cult und bringt die Teenie-Geschichte rund um Zukunftssorgen, Identitätsfindung und Leistungsdruck auch nach Deutschland.

Interessant dürfte der Manga besonders für alle sein, die sich selbst für Kunst interessieren: Lernt Yatora bei seinen Stunden im Kunstklub oder in der Vorbereitungsschule etwas Neues über Technik, Perspektive oder Farben, lernen alle Leserinnen und Leser gleich mit. Geschickt eingebaut in die Story ist nämlich eine Menge an Wissen, an das man sich mehr oder weniger dunkel noch aus dem Kunstunterricht in der Schule erinnern kann. svp









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