Samstag, 21.11.2020

Ausmisten, kreativ sein und Sport treiben

Leserbrief

Lockdown light: Was so schön locker flockig über die Lippen geht, ist in Wahrheit nicht für jeden so leicht und unproblematisch, wie der Titel unterschwellig suggeriert. Ausgehen ist für uns seit fast drei Wochen nicht mehr drin. Für gesellige Menschen fühlt sich das jetzt schon ein bisschen an wie eine Ewigkeit. Und jetzt ist auch noch mit einer Verlängerung des Teil-Lockdowns zu rechnen.

Die kalten, grauen Herbsttage sind da keine besondere Hilfe. Was also den lieben langen Tag in den eigenen vier Wänden treiben – außer stundenlang Serien zu schauen, zu zocken und herum zu gammeln? Damit ihr nicht auf der Couch versauert, verrät euch die GZ-Redaktion, wie sie sich in dieser Zeit aufmuntert.

Instrumente bieten Ausgleich

„Von fremden Ländern und Menschen“: Davon kann ich im Moment nur träumen. Oder ich setze mich an das Klavier. Das Stück von Robert Schumann habe ich als Kind gelernt und da ich es für ein Konzert damals auswendig lernen musste – was mir zugegebenermaßen damals überhaupt nicht gefiel –, habe ich es heute noch in den Fingern und kann es im Schlaf runterspielen. Genau das Richtige, um nach einem stressigen Tag mit vielen Telefonaten innerlich runterzukommen. Wenn es draußen nur ein graues Einerlei gibt, dann hilft die Musik dabei, mal für eine Viertelstunde die lästigen Probleme zu vergessen und den Alltag auszubalancieren. Nach einem schönen Chopin-Walzer sieht die Welt doch schon wieder ganz anders aus. Und die Zuversicht wächst, wieder neue Stücke zu lernen. Ich sollte mein Repertoire dringend mal erweitern, damit den Nachbarn nicht zu langweilig wird.

Julia Dührkop


Lust auf einen Neuanstrich?

Ich liebe es, mein Zimmer immer wieder umzugestalten. Neben neuen Pflanzen oder Wandmotiven machen auch renovierte Möbel etwas her. Neulich habe ich deshalb meinem Kleiderschrank einen Neuanstrich verpasst. Ich mag es schlicht. Also fiel meine Wahl auf ein mattes Weiß. Natürlich könnt ihr beim Lackieren auch Experimente wagen und Muster oder knallige Farben ausprobieren. Vergesst nur nicht, alles gut zu planen und gegebenenfalls abzukleben – schnell erwischt man mit dem Lackpinsel ungewollt angrenzende Flächen. Außerdem nicht vergessen: Holzmöbel und Metalloberflächen vorher leicht anschleifen, damit der Lack gut hält. Und: Lüften, Lüften, nochmals Lüften. Aber darin sind wir ja mittlerweile geübt.

Lea Dämgen


Ausmisten und Gutes tun

Bist Du schon sozial engagiert? Wo kann man helfen, wer braucht was, wie kann ich dazu beitragen, Menschen, die weniger als ich haben, zu unterstützen? Anlaufpunkte wie die Obdachlosenhilfe suchen im Winter andere Dinge, als im Sommer. Auch Sozialkaufhäuser nehmen gerne gut erhaltene Spenden an. Vorher aber unbedingt anfragen! Ich miste regelmäßig meine Kleiderschränke aus, spende dann das, was gerade benötigt wird und bewahre das, was gerade nicht benötigt wird, noch eine gewisse Zeit auf. Das bringt endlich mehr Luft in den Kleiderschrank und verschafft gleich doppelt Glücksgefühle, weil es befreit und man damit noch jemandem geholfen hat.

Julia Perkowski


Tieren durch den Winter helfen

Ein bisschen Geschick braucht es schon und wie aus dem Katalog sieht es auch nicht aus, aber Vogelhäuser kann man super selbst bauen. Ebenso kann man Vogelfutter selbst herstellen. Anleitungen dazu gibt es beim Nabu. Aber Achtung! Informiert euch vorher gut, welches Futter für den Winter am besten geeignet ist. Außerdem kann man sich auf der Seite vom Nabu auch informieren, wie man einem Igel einen Platz zum Überwintern schafft und anderen Tieren über die kalte Jahreszeit helfen kann.

Julia Perkowski

Die Schönheit der Stadt einfangen

Für mich ist es einfach wunderbar und entspannend, mit meinem Handy Fotos von meiner Heimatstadt Goslar zu machen und diese dann bei Instagram hochzuladen. Für mich ist das so etwas wie eine Dokumentation meines Lebens, aber auch eine meiner Stadt. Zum Leidwesen mancher Kollegen, habe ich die Weitwinkel-Funktion für mich entdeckt, mit der man sich wunderbar ausprobieren und echt schöne Fotos schießen kann. So eine Foto-Tour kann auch durchaus mal mehrere Stunden dauern.

Sebastian Sowa

Sport befreit Körper und Geist

Der Sport hat schon immer einen Großteil meines Lebens ausgemacht: Ich gehe gern laufen, Rad fahren, schaue Sport im Fernsehen und lese zuerst die Sportnachrichten in der Zeitung oder im Internet. Selbst dunkle und kühle Monate halten mich nicht davon ab, auch jetzt weiter in Bewegung zu bleiben. Zwar fällt das im Moment ein wenig schwer, aber ohne Sport an der frischen Luft geht es für mich einfach nicht. All die Probleme, Sorgen und so mancher Stress, sie sind dann plötzlich wie verflogen.

Sebastian Krause

Freude häkeln und verschenken

Ein Hobby, das ich in der Quarantäne im Mai für mich entdeckt habe, ist das Häkeln. Anfangs ist es gar nicht mal so einfach, dank zahlreicher YouTube-Tutorials aber schnell erlernt. Kostenlose Anleitungen für Häkelmotive – seien es Schals, kleine Tierfiguren, Topflappen oder Deko für Kerzen – gibt es im Internet mehr als genug. Bei mildem Wetter lässt sich die Häkelsession auch nach draußen auf die Terrasse oder den Balkon verlegen – selbstverständlich unter eine kuschelige Wolldecke gemummelt, zusammen mit einer Tasse Lieblingstee und Schokolade. Das nenne ich den perfekten lazy Sonntagnachmittag. Nach ein paar Stunden Arbeit kann man sich über tolle Ergebnisse freuen. Die eignen sich übrigens bestens als persönliches Geschenk für die Liebsten zu Weihnachten! Wenn man sie denn hergeben will.

Lea Dämgen

#supportyourlocal

Meine Familie versucht #supportyourlocal für alles, was mit Weihnachten zu tun hat, umzusetzen. Das bedarf etwas Planung und Recherche. Um die Gastronomie zu unterstützen, lohnt sich zum Beispiel ein Bick auf unser Portal #gemeinsamfuerdenHarz. Hier stellen sich Gastronomen vor, die gerade vom Lockdown-Light betroffen sind. Eine Inspiration, mal etwas anderes auszuprobieren. Den Gastronomen hilft es und man selbst erweitert dadurch seinen kulinarischen Horizont.

Julia Perkowski

Unterstützung für Tierheime

Ihr liebt Tiere, habt selbst aber keinen Platz oder keine Zeit für einen eigenen Vierbeiner? Dann ist vielleicht die Mitgliedschaft in einem Tierschutzverein das Richtige für euch: Schon mit wenig Geld kann man regionale Tierheime unterstützen. Denn viele Tierschutzvereine suchen tatkräftige Helfer, die sich um Hunde und Katzen kümmern, ob als ehrenamtlicher Gassigeher oder Katzenstreichler. Informiert euch einfach telefonisch bei einem Tierheim in der Nähe, ob derzeit Bedarf besteht.

Marieke Düber









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