Montag, 05.11.2018

Ausgesetzt ohne Kompass und Handy

Leserbrief
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Goslar. In der Zeit der Piraten war es eine übliche Bestrafung für die Seemänner, einsam auf einer Insel ausgesetzt zu werden. Ohne Kompass und Karte gab es nämlich meist keine Chance, das Zuhause wiederzufinden. Am heutigen Dienstag wird der „Ausgesetzt-ohne-Kompass-Tag“ gefeiert. Der Sinn dahinter ist, ohne Hilfsmittel fremde Straßen zu erkunden.

Gerade in der jetzigen Zeit ist es für viele junge Menschen unvorstellbar, sich nur mit einer Landkarte zurecht zu finden. Heutzutage sind viele von ihren Handys abhängig. Doch wir, drei GZ-Praktikantinnen, haben den Selbstversuch gewagt: Dazu wurden wir an einen für uns unbekannten Ort gebracht.

Fotos schießen

Mit einer Kamera und einem Stadtplan ausgerüstet, starteten wir unser kleines Abenteuer, bei dem drei besondere Gebäude gefunden und fotografiert werden mussten. Dafür bekamen wir nur einen Zettel mit den jeweiligen Adressen. Das Ziel war letztendlich wieder die Geschäftsstelle der Goslarschen Zeitung. Natürlich durften Handys nicht benutzt werden.

Nach ein paar Minuten fanden wir heraus, dass unser Startpunkt die Schützenallee in der Nähe des Osterfeldes war. Gleichzeitig bemerkten wir auch, dass uns die Karte nicht großartig weiterhelfen wird, da sie keine genauen Angaben zu den Straßen in Goslar hatte. Für einen kurzen Moment fühlten wir uns hilflos, da die Herausforderung größer als erwartet war. Aufgeben kam für uns trotzdem nicht infrage.

Fußgänger befragen

Daraufhin überlegten wir uns eine andere Strategie: Fußgänger ansprechen und diese nach dem Weg fragen. Die ersten zwei Anläufe waren leider erfolglos, doch die dritte Person gab uns den ersten Richtungshinweis. Nach weiterem Erfragen erreichten wir endlich die erste Station, die Klauskapelle. Schnell ein Beweisfoto geschossen und schon ging es weiter in die Mönchestraße. Wie bereits von uns vermutet, fanden wir dort das Mönchehaus Museum.

Nur noch eine Aufgabe stand uns bevor: den Jürgenweg im Stadtteil Georgenberg finden. Obwohl unsere anfängliche Motivation schon fast verflogen war, haben wir das dort liegende Katasteramt schneller erreicht, als gedacht. Nun war der Weg zum Ziel nicht mehr weit. Nach dreistündiger Suche waren wir ziemlich erschöpft, aber trotz der Hindernisse war es für uns alle ein aufregender Vormittag. Es war auch mal schön, das Handy bei Seite zu legen.

Probiert es doch beispielsweise mal im Urlaub aus und versucht euch ohne elektronische Hilfsmittel zu orientieren. Zur Not findet man immer einen hilfsbereiten Passanten, der den Weg weisen kann.

Ein Video von der Aktion gibt es auf unserer Homepage. Der QR-Code führt direkt dorthin.







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