20 Jugendliche drehen einen eigenen Spielfilm

Die Hauptdarsteller trafen am Set die Unterstützer des Filmprojektes (v.l.): Lukas Bake, Leonie Fries, Propst Jens Höfel (Bad Harzburg), Amalia Teuber, Phelan Brunk, Wolf-Dieter Kleinschmidt, Dr. Jörg Mayer, Falco Heidzig, Franziska-Lea Brunk, Lene Deik. Foto: Sabrina D. Seal

Bad Harzburg/Wolfenbüttel. Selbst Teil einer Kinoproduktion sein - dieser Traum geht jetzt für 20 Jugendliche aus dem Gebiet der Landeskirche Braunschweig in Erfüllung. Auf Initiative des Landesjugendpfarrers Martin Widiger und des Bad Harzburger Propsteijugenddiakons Michael Marintschak drehen sie einen Spielfilm, für den sogar zwei bekannte deutsche Schauspieler gewonnen werden konnten.

20 Jugendliche im Alter zwischen 15 und 20 Jahren aus dem Gebiet der Landeskirche Braunschweig schnuppern während der Sommerferien Filmluft. Sie drehen auf Initiative von Landesjugendpfarrer Martin Widiger und des Bad Harzburger Propsteijugenddiakons Michael Marintschak mit einer professionellen Filmcrew ihren ersten kinofähigen Spielfilm. Darüber berichtet jetzt die Evangelisch-lutherische Landeskirche in Braunschweig in einer Pressemitteilung. 

Ziel der Gruppe, die sich ursprünglich aus Konfirmandinnen und Konfirmanden der Propstei Bad Harzburg zusammensetzte, ist es, den Film im Sommer 2022 deutschlandweit in die Kinos zu bringen. Auch bekannte deutsche Filmschauspieler wie Dieter Hallervorden und Frederik Lau konnten sie für ihr Projekt gewinnen.

17 Drehtage eingeplant

Die Sommerferien geben den Drehplan vor. Insgesamt sind 17 Drehtage angesetzt. Sobald das Team in Goslar und Umgebung alle Szenen im Kasten hat, geht es nach Südtirol. Dort wird in den Bergen gedreht.

Martin Widiger erklärt: „Wir drehen eine Art Roadmovie. Damit beziehen wir uns auf die vielen Weggeschichten in der Bibel. Wir möchten das Medium Film nutzen, um Jugendliche zu erreichen und niedrigschwellig christliche Werte weiterzugeben. Es geht ganz grundsätzlich um Themen wie Liebe, Freundschaft, Scheitern und Erfolg. Auch die Gemeinschaft spielt eine zentrale Rolle. Und das erleben wir hier während des Filmdrehs jeden Tag hautnah.“

Eine Reise ins Ungewisse

"Die Jugendlichen machen sich in dem Film auf eine Reise ins Ungewisse, um das Geheimnis einer Zeitkapsel zu lösen", heißt es in der Pressemitteilung. Am Ende sollen die gemeinsam erlebten Erfahrungen und der Zusammenhalt der verschiedenen Charaktere aber der eigentliche Gewinn für die Jugendlichen sein. 

Diakon Michael Marintschak ergänzt: „Die Jugendlichen erleben, was es bedeutet, wenn der Traum vom großen Kino zum realen Arbeitsplatz wird. Neben dem professionellen Schauspiel-Coaching lernen die Jugendlichen auch die Berufe hinter der Kamera kennen und was es bedeutet, Verantwortung beispielsweise für teure Technik zu übernehmen.“

Viel Unterstützung

Damit der Traum vom eigenen Kinofilm Realität werden kann, brauchte die Jugendgruppe finanzielle Unterstützung. Diese erhielten sie unter anderem von der Landeskirche Braunschweig, der Marion-Kleinschmidt-Stiftung und der Propstei Bad Harzburg.

Außerdem konnten weitere Förderer gewonnen werden. Damit seien die Filmaufnahmen finanziert, wie Landesjugendpfarrer Martin Widiger erklärt. Für die Postproduktion hoffen die Filmemacher noch auf weitere Unterstützung.

"Neue Art von Jugendarbeit"

Oberlandeskirchenrat Dr. Jörg Mayer, Leiter der Finanzabteilung, ist Schirmherr des Filmprojektes und betont: „Die Landeskirche Braunschweig unterstützt das Projekt sehr gerne. Mit dem Film werden Themen angesprochen, die die Jugendlichen abholen. Mit diesem Projekt entsteht eine ganz neue Art von Jugendarbeit, die wir von Anfang an wertschätzen wollen.“

 Auch Wolf-Dieter Kleinschmidt (Bad Harzburg), Vorstandsvorsitzender der Marion-Kleinschmidt-Stiftung, ist begeistert: „Unsere Stiftung engagiert sich für Jugend- und Erwachsenenarbeit. Die Idee der Propstei Bad Harzburg ist toll, sodass wir gerne dazu beitragen möchten, dass der Film umgesetzt werden kann.“


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