Dienstag, 17.11.2020

„LemePictures“ fängt das Dorfleben ein

Leserbrief

Othfresen. Levin Meyer, Tom Felix Goldau, Mattes Oppermann und Hannes Hellberg – diese Namen sind den Othfresenern bekannt. Was auch bei den Vereinen im Dorf passiert, die vier Freunde halten es auf Video fest: Dorffestfilme, Updates der örtlichen Feuerwehr und des FC Othfresen sowie einige Firmenvideos haben „LemePicutres“ in den letzten drei Jahren geliefert.

Angefangen hat alles in den eigenen vier Wänden. „2016 habe ich mit Freunden Handyvideos zum Spaß gedreht. Wir haben Sketche aufgeführt und rumgealbert. Als ich unser erstes Video dann mit dem Moviemaker geschnitten habe, hat es mir so viel Spaß gemacht, dass ich das Filmen weiterführen wollte“, erzählt Levin Meyer. Also musste ein Name her: „LemePictures“ („Le“ für Levin, „me“ für Meyer) war geboren.

Aber Levin blieb nicht allein. Schon nach kurzer Zeit schloss sich ihm Tom Felix Goldau an. Im September 2019 wurden schließlich Hannes Hellberg und Mattes Oppermann mit in das junge Produktionsteam aufgenommen. „Unser Name ist heute eigentlich unpassend“, stellt Levin klar. „LemePictures sind wir alle, aber es ist schon zu spät, zu wechseln. So kennt man uns jetzt.“

Kundschaft ist im Dorf

„Die meiste Kundschaft begrenzt sich auf das Dorf. Besonders die Feuerwehr hat es ins Rollen gebracht“, fährt der 15-Jährige fort. Zusammen mit Mattes und Hannes ist er selbst Teil der Jugendfeuerwehr Othfresen. So wurde 2017 im allerersten Dreh ein neues Einsatzfahrzeug präsentiert, darauf folgten die erste Dokumentation des Dorffestes, ein Musikvideo mit den Othfresener Feuerwehrfrauen und sogar kleine Firmenvideos für die Werkfeuerwehr der „Salzgitter AG“ und „Werner und Habermalz“. Letztere Aufträge sind der Popularität der Dorffestfilme zu verdanken, die sie seit drei Jahren filmen, ist sich Levin sicher. Der Film 2019 wurde in Othfresen sogar auf DVDs verkauft. „Eigentlich kennt ihn das ganze Dorf“, sagt Hannes Hellberg stolz.

Geteilte Leidenschaft

Dafür benötigt es mehr als eine Handykamera: Mit zwei Spiegelreflexkameras, mehreren Digitalkameras und Camcordern, Mikrofonen samt Windschutz, Stativen, einem motorisierten kardanischen Gestell, das die Bewegungen von Kameras stabilisiert, und einer Drohne sind die Jungs mittlerweile ausgerüstet. „Das gesamte Geld, das wir durch Aufträge verdienen, fließt in unser Equipment. Der Weihnachtsmann steuert gelegentlich auch etwas bei“, verrät Levin schmunzelnd.

Zur Videoproduktion gehört auch das richtige Equipment. Die Jungs von „LemePictures“ haben ihre Sammlung über die Jahre unter anderem um eine neue Spiegelreflexkamera und Drohne erweitert. Symbolbild: Pixabay

In ihr Hobby investiert die Jungsgruppe gerne. Denn das gemeinsame Arbeiten bereichert. „Am schönsten ist es, neue Leute kennenzulernen“, sagt Hannes. Da schließt sich Mattes Oppermann an: „Aber es ist auch schön, am Ende ein Ergebnis zu haben, mit dem man zufrieden ist. Und das Arbeiten im Team ist toll.“ Tom Felix Goldau gefällt am Dreh vor allem der technische Part: „Man kann mit der Zeit immer neue Funktionen und Anwendungsmöglichkeiten kennenlernen.“

Die Jungs sind sich einig: Es geht um den Spaß. „Es ist für uns ein Hobby und es ist in Ordnung, wenn das so bleibt“, erzählt Hannes. „Aber es wäre schön, wenn wir in Zukunft weitere Auftraggeber für uns gewinnen können“, knüpft Tom Felix an. Kommt der nächste Dorffestfilm wieder so gut an, wie die der vergangenen drei Jahre, wird dieser Wunsch mit etwas Glück sicherlich in Erfüllung gehen.









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