Freitag, 15.02.2019

Zauberschleim und Lavalampen

Leserbrief

Goslar. Das Seminarfach in der Oberstufe ist meist sehr theoretisch: Die Schüler lernen beispielsweise, wie sie die Medien für ihre Recherche nutzen können und sie schreiben eine Facharbeit. Das Goslarer Christian-von-Dohm-Gymnasium (CvD) versucht, es praktischer anzugehen, wie Ute Eckhof, Seminarfachlehrerin der Zwölftklässler, erzählt. Im vergangenen Halbjahr entwickelten die Schülerinnen und Schüler des naturwissenschaftlichen Profils kindgerechte Experimente. Mit denen wollen sie Viertklässlern physikalische und chemische Phänomene näherbringen. Jetzt, in ihrem vierten Halbjahr, laden die Jugendliche Grundschüler der Umgebung ein. Am Donnerstag waren Mädchen und Jungen der Worthschule zu Gast.

Ein Versuch, der bei den Viertklässlern gut ankam, ist der sogenannte Zauberschleim. Dabei handelte es sich um ein Gemisch aus Wasser, Speisestärke und pinkfarbener Lebensmittelfarbe, erklärte die 18-jährige Christina Wagner. Schnell fiel den Viertklässlern auf, dass es keine gewöhnliche Flüssigkeit war. „Wenn wir langsam rühren, dann ist der Schleim flüssig, aber wenn wir mit der Hand drauf hauen, dann ist er sehr hart“, sagte die neunjährige Henrietta Schwarz. So magisch, wie der Zauberschleim wirkte, war er am Ende aber nicht. Es handelte sich dabei nämlich um eine nicht-newtonsche Flüssigkeit, die fest wird, wenn auf sie starker Druck ausgeübt wird. Beim Zauberschleim passierte das, weil sich die Stärketeilchen verhaken.

Ebenso bei den Viertklässlern beliebt war die Reise der Farbtropfen. Aus nur vier Zutaten stellten die Grundschüler ihre eigene Lavalampe her. Sie brauchten nur Wasser, Öl, Brausetabletten und Lebensmittelfarbe, um ein buntes Farbschauspiel zu bestaunen. Mit diesem Experiment lernten sie spielerisch etwas über die unterschiedliche Dichte von Wasser und Öl. Spaß hatten dabei nicht nur die Viertklässler, sondern auch die Jugendlichen, die die naturwissenschaftlichen Phänomene erklärten. Es sei schön zu sehen, wie viel die Kinder doch schon wissen und was sie sich selbst erarbeiten können, sagte Tabea Riggert. Die 18-Jährige strebt eine Karriere in der Pharmazie-Branche an. Ihr Plan B ist es aber, Lehrerin zu werden. Bei dem Experimentiertag bekam sie einen Eindruck davon, wie es ist, Kinder zu unterrichten.







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