Freitag, 01.05.2020

Wo sich Operationen und Katastrophen abwechseln

Leserbrief

Momentan sitzen wir fast alle öfter als sonst auf der heimischen Couch – #stayathome, um die Verbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Wir von der Jungen Szene meinen: Endlich hast du genug Zeit, Serienklassiker (erneut) anzugucken, um etwaige popkulturelle Bildungslücken zu schließen.

„Grey’s Anatomy“ ist eine typische Arztserie, im Mittelpunkt steht die titelgebende Ärztin Meredith Grey. Vom ersten Tag als Anfängerin in der Chirurgie an verfolgen Zuschauer ihre Karriere und die ihrer Kollegen. Streit um Operationen, heimliche Liebesaffären mit Oberärzten, Patienten mit unglaublich seltenen Krankheiten, Unglücke und Naturkatastrophen sowie verrückte Verletzungen dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Warum schauen: Mit 16 Staffeln und damit mehr als 300 Folgen ist man auch in der Corona-Zeit gut beschäftigt. Und die sind vollgepackt mit spannenden Operationen, Drama, Humor und Momenten, die ans Herz gehen. Aber Achtung: Wer nach drei Staffeln „Grey‘s“ denkt, er hätte als Zuschauer schon gelitten, sei gewarnt – es wird noch schlimmer. Viel schlimmer.

Welche Folgen man skippen kann: So richtig schlecht ist „Grey’s Anatomy“ fast nie – Staffel vier ist trotzdem nicht der Glanzpunkt der Serie. Und wer mit dem Verlust lieb gewonnener Figuren nicht leben kann, muss wohl oder übel die Serie irgendwann abbrechen und nur die ersten Staffeln schauen.

Heimlicher Star der Serie: Oft sind es die Krankenschwestern und -pfleger, OP-Schwestern und andere Nebenfiguren wie Familienmitglieder, die herausstechen – weil sie meist die einzigen sind, die sich im Krankenhaus-Wahnsinn venünftig verhalten. Beispiele dafür sind Richards Webber Frau Adele, OP-Schwester Bokhee oder auch Sanitäterin Nicole.

Schlimmste Figur: Unsympathische Momente findet man bei fast jedem der Ärzte, die sich dann auch zum Glück wieder rappeln – aber gerade der angebliche Traumprinz Derek Shepherd alias „McDreamy“, Meredith Greys große Liebe, zeigt im Laufe der Serie immer öfter seine selbstsüchtige, arrogante Seite. Und Dr. Eliza Minnick aus Staffel 13. Niemand mag Minnick.

Aus der Serie fürs Leben gelernt: Das Leben als Arzt kann anscheinend gar nicht langweilig werden. Gefühlt jeder Zweite läuft sein halbes Leben lang mit einem riesigen Tumor oder einer anderen seltenen Krankheit umher, ohne es zu merken, und muss dann mit einer dramatischen und bahnbrechend- innovativen Operation gerettet werden. Und egal, wie viel Schreckliches das Leben einem als Stolperfallen in den Weg legt, mit den richtigen Menschen an der Seite schafft man es trotzdem, sich wieder aufzurappeln und weiter zu gehen. mad









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