Freitag, 06.09.2019

Wie würde unser Alltag ohne Kupfer aussehen?

Leserbrief

Goslar. Ins Gästebuch der Stadt Goslar eingetragen, in den Rammelberg eingefahren, die Kaiserpfalz besucht – das Touri-Programm hatten die dreizehn Austauschschüler aus Budapest hinter sich. Dann wurde noch die Schulbank gedrückt. Doch ein kleines Extra gab es: Ein Projekt-Workshop mit der TU-Clausthal zu Rohstoffwende und Recycling.

Da der Schüleraustausch mit den Ungarn naturwissenschaftlich begründet ist, und die Projektmaterialien auch auf ungarisch vorliegen, machte die Koordinatorin Ute Eckhof Nägel mit Köpfen. „Mit unseren Schülern haben wir das Projekt vor den Sommerferien gemacht. Es ist gut angekommen, auch weil viele Experimente darin eingebunden sind. Da hat es sich angeboten, das mit unseren Gästen auch zu machen“, sagt Eckhof.

Von der Universität war zur Begleitung die wissenschaftliche Mitarbeiterin Lisa Rabe mit dabei. „Der AWARD-Workshop wurde zusammen mit verschiedenen europäischen Unis entworfen. Es geht dabei darum Jugendlichen die Rolle von Rohstoffen für unseren Alltag klarzumachen und wie wichtig es ist diese zu recyceln. Wir wollen das Bewusstsein für diese wichtigen Stoffe und ihre Herkunft stärken“, erklärt Rabe. Der „Startrohstoff“ war Kupfer.

Zum Einstieg ein Film

Eingeleitet wurde der Workshop mit einem eigens dafür produzierten Kurzfilm. In dem hat eine, im Unterricht eingeschlafene, Schülerin einen dystopischen Albtraum, von einer Welt, in der das Kupfer über Nacht verschwunden ist.

Im Anschluss führten die Schüler Experimente mit Kupfer durch, um seine vielfältigen Eigenschaften kennenzulernen. Zum Beispiel die Wärmeleitfähigkeit des Metalls. Die Schüler Sólyom Nagy, Ákos Száraz, Kristóf Légrádi und Gergely Légrádi hatten einen einfachen Versuchsaufbau: Ein Stück Papier um einen Kupferstab wickeln, und das Ganze in eine Kerzenflamme halten.

„Zuhause machen wir nicht so oft solche Experimente“, sagt Ákos. In Ungarn gebe es eher Frontalunterricht. „In der Unterrichtsstunde zuvor hatten wir Chemie. Da haben wir aus Eisen und Schwefel Eisensulfid hergestellt. Das war auch spannend“, erzählt sein Mitschüler Gergely. Das Ergebnis ihres Versuchs hatten die Jungen schon vermutet. Das GanzeinHändenzu halten war etwas anderes: Das Papier schwärztesich,verbrannteaber nicht.









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