Freitag, 03.01.2020

Wie sollte ein guter Koffer beschaffen sein?

Leserbrief

Goslar. In einem Kinderspiel heißt es: Ich packe meinen Koffer und nehme mit… Während es hier darum geht, sich möglichst viele Begriffe zu merken, ist der Koffer ein Behältnis, in das bei einer Reise tatsächlich möglichst viele Dinge passen sollen. Schließlich braucht man im dreiwöchigen Jahresurlaub eine Menge an Kleidung und Schuhen, um am Strand oder in der Stadt gut auszusehen, einen festlichen Abend zu genießen – sich eben einfach wohl zu fühlen.

Doch je nach Reisewünschen und Anspruch ist das Ladevolumen bei einem Reisegepäck nicht die einzige Größe, auf die es ankommt. Und: Koffer sind auch keine Handtaschen, die man je nach Jahreszeit und Kleidung wechselt. Es gibt in jedem Haushalt davon nur wenige auserwählte Stücke. Sie bleiben lange an der Seite ihrer Eigentümer, stoisch und zufrieden damit, ein-, zweimal im Jahr vom Staub befreit und ans Tageslicht geholt zu werden. Ihr Kauf sollte also gut überlegt sein.

Schalen zwischen hart und weich

Wie aber findet man nun den für sich passenden Koffer? Das Angebot ist riesig. Es gibt das so genannte Weichgepäck, die Hartschalenkoffer und Koffer aus Aluminium.

Der Koffer mit weicher Hülle ist leicht und oft auch günstig zu bekommen. Allerdings hält er – gerade auch beim Fliegen – zwischen all den anderen kräftigen Kameraden dem Druck schwer stand. Wird darin also etwas Empfindliches transportiert, sollte man das sehr gut einwickeln. Und kann trotzdem nicht sicher sein, dass die gute Vase oder das Mitbringsel für Tante Irmgard den Transport auch heil überstehen.

Hartschalenkoffer sind robuster, aber auch schwerer. Und wer auf jedes Gramm achtet, der hat hier schnell ein paar Kilogramm mehr zu berücksichtigen. Allerdings hat man beim Packen das gute Gefühl, seine Sachen bestens verstaut zu haben. Und auch Flüge überstehen diese Koffer relativ reibungslos. El

Aluminumkoffer wiederum stecken alle Strapazen sehr gut weg. Sie sind meist aber auch etwas schwerer. Einen solchen Koffer kauft man im Prinzip fürs Leben.

Größe sollte passen 

Ist die Entscheidung getroffen, aus welchem Material der Reisegefährte sein soll, stehen weitere an. Wichtigstes Kriterium: die Größe. Dabei sollte es nicht um die maximale Aufnahmemenge gehen, sondern auch um die Reisevorlieben – und natürlich sollte man den gut gefüllten Koffer aus eigener Kraft bewegen können. Nicht immer kann man eine Treppe umgehen. Oder für den Umweg zum Fahrstuhl ist nicht mehr genug Zeit so kurz vor dem Flug. Dann helfen einem die Rollen auch nicht weiter.

Eleganz durch Rollen

Wo es aber geht, da rollen die Transporter elegant neben oder hinter einem her.  Motto: „braves Hündchen“. So genannte Multiwheel-Modelle trumpfen mit drehbaren Rollbefestigungen auf. Damit kann man den Koffer praktisch in jede beliebige Richtung bewegen. Beim Warten genügt ein kleiner Schubser – und der Koffer folgt mühelos durch die mäandernde Schlange. Der Reisegefährte sollte auf sicheren, leichtgängigen Füßen, äh, Rollen daherkommen. Es gibt die verschiedensten Rollenqualitäten – man sollte sie unbedingt ausprobieren. Deshalb empfiehlt es sich nicht, einen Koffer online zu kaufen.

Teleskop-Stiel erleichtert vieles

Neben Material, Größe und Art der Rollen ist es enorm wichtig, dass der Teleskop-Stiel lang und stabil genug ist. Wer an diesem ausziehbaren Element spart, der trägt gegen Ende der Reise wahrscheinlich sein Gepäck. Ist der Stiel aus zu einfachem Material oder der Schiebemechanismus zu empfindlich, kann er sich bald verabschieden. Außerdem ist die Länge wichtig, schließlich variieren auch die Arme der Kofferbesitzer. Und man möchte ja nicht gebeugt durch das Flughafengebäude schlurfen. Da hilft nur: Im Geschäft ausprobieren. Hier kann man sich auch über die verschiedenen Varianten der Schlösser informieren und sie testen.

Ein bisschen Mut zur Farbe 

Entschließt man sich für einen farblich eher dezenten Koffer, hat man modisch nichts verkehrt gemacht. Allerdings wurden und werden am Ausgabekarussell der Flughäfen immer wieder Koffer vertauscht, weil sie sich doch zu sehr ähneln im Einheitsschwarz oder -dunkelblau. Mancher Reisender behilft sich dann mit auffallenden Anhängern oder Bändern. Ein bisschen Mut zu Farbe oder interessanten Motiven kann also nicht schaden. Und mit einem solchen Reisegefährten zeigt man sich dann auch gern.

Apropos: Kinder lieben es, ihren eigenen kleinen Rollkoffer zu besitzen. Damit können sie problemlos ihre beliebtesten Spielzeuge mitnehmen – und sich so in der Fremde mit vertrauten Stücken schneller heimisch fühlen.

Vor der Reise ausprobieren 

Fazit: Einen Koffer kauft man nicht im Vorbeigehen oder per Bildschirm. Man vertraut ihm während einer Reise sein Hab und Gut an, teilt mit ihm Wegstrecken und Erinnerungen. Deshalb sollte man sicher sein, dass er ein paar Stöße verträgt, sich entspannt und leicht über lange Gänge bewegen und auch mal eine Treppe alleine hochtragen lässt. Dabei helfen übrigens zusätzliche Griffe an den Seiten ungemein.

Und nun los: Ich packe meinen Koffer und nehme mit …

Fluggepäck-Regeln in aller Kürze:

Bei den meisten Fluglinien ist bei maximal 23 Kilogramm Gewicht für das Aufgabegepäck Schluss, bei manchen sogar noch eher. Her gilt es, vor Antritt der Reise unbedingt die Transportbedingungen nachzulesen, damit die Zusatzkosten für die Gepäckaufgabe nicht unerwartet teuer werden. Es gibt leider keine generellen Angaben, die für alle Airlines gelten.

Vorgegeben wird auch ein Maximalmaße. Es besagt, dass Breite, Höhe und Tiefe des Gepäckstücks weniger als 158 Zentimeter betragen sollen. Da hilft dann wirklich nur: nachmessen.









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