Donnerstag, 07.12.2017

Wider dem Ordnungsfimmel

Leserbrief
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Michael Harneit, Hahndorf, zum Thema „Umgang mit Natur in der Stadt“ (Eingang: 4. Dezember 2017)

 

Uns Harzern müsste der Schutz des Klimas und der Natur besonders am Herzen liegen. Waldsterben, Hochwasser und Klimawandel haben auf uns eine unmittelbare und augenscheinliche Auswirkung.

Das Klima schützen wir nicht, indem wir uns einen 298 PS starken SUV als Persönlichkeitsprothese kaufen, wie er uns in der Wochenendausgabe der GZ ausgiebig schmackhaft gemacht wird. Aktiv und zeitlich unmittelbar tragen wir zum Klimaschutz bei, indem wir Bäume und Büsche schützen oder anpflanzen.

Die Stadt Goslar praktiziert genau das Gegenteil. Auf der Immenröder Straße ist gerade ein Ordnungstrupp pflegerisch tätig geworden und hat radikal sämtliche Büsche entlang der Straße entfernt. Die Bäume ließ man aus Dekorationsgründen stehen. Es sind aber gerade die Büsche und Hecken, die eine wichtige ökologische Funktion erfüllen. Dieses sollte eigentlich mittlerweile Basiswissen sein.

Wie wäre es, wenn sich Goslar auf die Fahne schreiben würde, ein Vorreiter in Sachen echten Naturschutzes zu sein. Jeder nicht wirklich benötigte Raum wird der Natur überlassen; wilde Natur statt Einheitsrasen. Auch wenn dass dem Ordnungsfimmel vieler Leute widerstrebt, könnte solch eine „grüne Stadt am Harz“ zu einem Vorreiter in Sachen Naturschutz werden.








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