Freitag, 23.02.2018

Wer schön sein will, muss frieren

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Der Blick aufs Thermometer verrät es einem eigentlich schon: Temperaturen im Minusbereich. Wer das Checken des Thermometers vergessen hat, wird spätens beim Öffnen der Haustür merken, dass es eiskalt ist. Für die kommenden Tage hat der Wetterbericht sogar zweistellige Minus-Temperaturen vorausgesagt.

Bei dieser eisigen Kälte müsste einem doch der gesunde Menschenverstand sagen, dass man sich warm anziehen sollte. Für viele Jugendliche scheint es aber nicht logisch zu sein: Sie zeigen ihre blanken Knöchel zwischen Schuh und Hosensaum. Dahinter steckt ein Trend: das sogenannte „Flanking“. Das setzt sich aus den Wörtern „flashing“, was auf Deutsch so viel wie „blitzen lassen“ bedeutet und „ankle“, was „Knöchel“ heißt, zusammen. Diese Modeerscheinung gibt es zwar schon etwas länger, aber gerade in letzter Zeit zeigen besonders viele Mädchen ihre frei liegenden Knöcheln. Aber auch Jungs krempeln ihre Hose hoch, damit ein jeder ihre trendigen Schuhe bewundern kann.

Im Sommer mag dieser Trend noch nachvollziehbar sein, aber bei Minusgraden im Winter verursacht das „Flanking“ Kopfschütteln. Gerade bei kalten Temperaturen kann es an den frei liegenden Stellen zu Unterkühlungen kommen. So kann das Abwehrsystem unseres Körpers geschwächt werden, weswegen es Krankheitserreger leichter haben.

Andere Experten sind der Ansicht, dass es nur wichtig sei, dass die Füße warm gehalten werden, und es deswegen nicht schaden würde, wenn die Fesseln frei liegen. Trotzdem sollte jeder darüber nachdenken, ob er den Trend für sinnvoll hält. Die Frage ist auch, ob es sich lohnt, nur für ein gutes Aussehen die ganze Zeit mit den Zähnen klappern zu müssen. Denn sind wir doch mal ehrlich, keiner friert besonders gern. Eure Corinna







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