Dienstag, 11.09.2018

Wer die Tat relativiert, verhöhnt das Opfer

Leserbrief
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Frank Schmidt, Liebenburg, zum Leserbrief von Hubert Spaniol „AfD-Funktionäre wollen einen anderen Staat“ (GZ vom 6. September 2018)

 

Der ehemalige SPD-Bürgermeister der Gemeinde Liebenburg schreibt in einem Leserbrief in der Goslarschen Zeitung über den bestialischen Mord an einem 35-jährigen Familienvater in Chemnitz: „Untersucht werden muss auch, weshalb es zu dieser Tat gekommen ist. Grundlos wird sie wahrscheinlich nicht geschehen sein.“ Nein, Herr Spaniol, es gibt in unserer zivilisierten Gesellschaft und in unserem Rechtssystem keinen Grund, einen anderen Menschen mit einem Messer niederzumetzeln! Eine Notwehrsituation hat laut Staatsanwaltschaft nicht vorgelegen. Wer wie Sie die Tat zu relativieren versucht, verhöhnt das Opfer noch über den Tod hinaus. Das ist einfach nur widerlich.

Die Beschreibung der Realität durch Alice Weidel – allein im August wurden drei Menschen bei Messerangriffen getötet – als Hetze zu betrachten, zeugt von einem sehr merkwürdigen Demokratieverständnis. Und wenn Sie Alice Weidel wegen ihrer angeblichen „Hetze“ vor Gericht stellen wollen, dann seien Sie daran erinnert, dass wir solche Zeiten schon einmal in Deutschland hatten, nämlich zwischen 1933 und 1945 sowie in der ehemaligen DDR. Da wurden Menschen, die bestehende Zustände kritisiert hatten, wegen „staatsfeindlicher Hetze“ und ihrer von der Parteilinie abweichenden Meinung ins Zuchthaus gesteckt. Diese Zeiten wünscht sich wohl kein vernünftig denkender Mensch.

Frieden, Wohlstand und Demokratie sind in Gefahr – aber nicht durch die AfD, sondern durch die desaströse Politik der regierenden Parteien.







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