Montag, 05.03.2018

Wenige Therapeuten und kaum akute Versorgung

Leserbrief
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Dr. Wolfgang Baur, Goslar-Immenrode, zum Artikel „Generation Therapie“ (GZ vom 23. Februar 2018/Eingang: 2. März 2018)

Zur Sachlage: Die Lehre von den großen Krankheitszahlen (Epidemiologie) sagt zu den psychischen Erkrankungen von jungen Menschen in Deutschland durchschnittlich 30 Prozent – also jeder Dritte – hat eine psychische Krankheit. Bei den älteren Menschen sind die Zahlen von 30 bis 50 Prozent – also bis zu jedem Zweiten. Aber es gibt keine Psychotherapie– weder für die Jungen– noch für die Alten.

Zur Versorgung: Zu wenig ärztliche Psychotherapeuten, die auch Psychopharmaka verschreiben können – das dürfen die Psychologen nicht.

Zu wenig akute Versorgung. Zu lange Wartezeiten, sowohl ambulant als auch stationär.

Wer legt die Zahl der Psychotherapeuten pro 100000 Einwohner fest ? Das machen die Kassenärztlichen Vereinigungen (KV). Im Schnitt 20-40/10000.

Und Goslar ? Ich habe keine Zahlen, obwohl ich mich darum bemüht habe. 2013 war der Landkreis Goslar angeblich überversorgt! Akut haben aber zwei große Praxen dicht gemacht.

Zu den Ursachen der Zunahme psychischer Erkrankungen:

1. Unsere schnelllebige Stress Gesellschaft

2. Fehlende Sicherheit gebende Familienstrukturen

3. Die digitale mediale Revolution über Internet/Smartphones (Alte und junge Menschen haben keine Ruhepole mehr.)

4.Die Globalisierung

Das Smartphone wird zum Taktgeber, inhaltlich und auch zeitlich. Die feine elektromagnetische Strahlung der Geräte, der Sendmasten und der WLAN-Router wirkt wahrscheinlich auch physikalisch auf die Hirnströme, hat damit negative Wirkung auf unser Denken, Fühlen und Konzentration. Das könnte die bittere Pille des Fortschritts sein.








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