Dienstag, 05.12.2017

Was tun mit dem dritten Geschlecht?

Leserbrief
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Dr. Wolfgang Glaeser, Goslar, zur Berichterstattung über die gendergerechte Sprache (Eingang: 1. Dezember 2017)

Die GZ vermeldete am 21. November, „Kritik an der GZ: Sprache benachteiligt Frauen“, und seitdem gibt es viele LeserInnenbriefe zum Thema: aber es muss sich doch bis Goslar rumgesprochen haben, dass die Rechtsprechung in Deutschland nun drei Geschlechter anerkennt: Frauen, Männer und eben die, die sich weder als das eine noch das andere fühlen. Da sollte man doch gleich Nägel mit Köpfen machen und nicht auf halbem Wege stehen bleiben: Leserinnen und Leser und …, ja was denn nun. Lesende zu sagen, geht ja nicht, denn das sind ja nur die, die gerade lesen, des Lesenskundige geht ja auch nicht, denn nicht alle, die lesen können, lesen die GZ. Möglich wäre ja auch, wenn man nun alle drei Geschlechter ansprechen will, dass man sich darauf besinnt, dass ein grammatikalisches Geschlecht nichts über ein biologisches Geschlecht aussagt: mir z.B. bleibt unklar, was an einer Eiche weiblich sei. Dann könnte frau/man ganz einfach Leser verwenden und schließt alle ein, die die GZ lesen, und frau/man verwendet Schreiber für alle, die schreiben und Konstruktionen wie SpinnerInnen bleiben allen erspart.



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