Montag, 21.09.2020

Waghalsige Odyssee durchs Weltall

Leserbrief

Auf neun ausgesuchte Schüler wartet ein großes Abenteuer: Sie dürfen an dem sogenannten Planeten-Camp teilnehmen. Für eine Woche sind die Jugendlichen auf dem fremden Planeten, der den Namen Mcpa trägt, ganz auf sich allein gestellt.

Doch die Reise steht unter keinem guten Stern. Kurz nach ihrer Ankunft stoßen die interplanetaren Camper auf eine seltsame Lichtkugel, die sie verschluckt und irgendwo ins All teleportiert.  
 Glücklicherweise tragen die Jugendlichen noch ihre Raumanzüge und so können sie sich in ein verlassenes Raumschiff retten, das sich in ihrer Nähe befindet.

5012 Lichtjahre weit weg

An Bord des mysteriösen Schiffs machen sie eine erschütternde Entdeckung: Sie sind 5012 Lichtjahre von dem Planeten Mcpa entfernt und das Kommunikations-System an Bord ist zerstört. Zwar ist die Astra, wie die Schüler das Raumschiff taufen, in der Lage mit Überlichtgeschwindigkeit zu reisen, allerdings müssen die Wasser- und Nahrungsspeicher regelmäßig aufgefüllt werden. Ein direkter Rückflug ist somit unmöglich. 
  Die einzige Möglichkeit, wohlbehalten zurückzukehren, liegt wohl oder übel darin, von einem geeigneten Planeten zum nächsten zu reisen. Eine waghalsige Odyssee durchs All beginnt.

Kenta Shinohara, hat mit „Astra – Lost in Space“ das klassische Odyssee-Thema mit High-School-Drama, Science-Fiction und einem Hauch Mystery verbunden – eine ergiebige Mischung, in der er zudem bei den Charakteren ziemlich in die Klischee-Kiste gegriffen hat. Die Hübsche, der Anführer, die Toughe, der Nerd, die Unscheinbare, der Schönling – alle sind sie mit dabei, und werden allerdings oft geradezu ironisch eingesetzt.

Mit einem simplen, fast schon anarchischen Humor und spaßigen Slapstick-Einlagen lockert Shinohara die bedrohliche Grundstimmung auf. Damit schafft er es insgesamt, eine gut gelaunte und spannende Geschichte zu erzählen, die einige offensichtliche, aber auch ein paar unvorgesehene Wendungen nimmt.

Das Weltraum-Abenteuer ist in fünf Bänden abgeschlossen.

„Astra – Lost in Space“– Band 1 von Kenta Shinohara, Egmont-Manga, 208 Seiten, 7,50 Euro.









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