Donnerstag, 30.11.2017

Unerträgliche Lobhudelei

Leserbrief
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Manfred Mund, Schladen, zum Artikel „Nachsitzen bei Steinmeier“ (GZ vom 22. November 2017/Eingang: 25. November 2017)

Ich muss mich über die zunehmende Staatsnähe in der Berichterstattung schon sehr wundern. Wieder einmal wurde Frank-Walter Steinmeier in der Zeitung völlig einseitig über den grünen Klee gelobt. Kerstin Münstermann verweist in ihrer unerträglichen Lobhudelei unter anderem auf die „nachhallenden“ Worte „Heimat“ und „Flüchtlinge“ in der Rede des Bundespräsidenten zum Tag der Deutschen Einheit. Die Einheitsgewinnler waren unter sich und spendeten artig Beifall. Vorwurfsvoll, arrogant und abgehoben hat sich Steinmeier in dieser Rede darüber ausgelassen, was alles schief gegangen ist. Dabei hat er als Politiker die Zustände mit geschaffen, die er jetzt beklagt. So einfach geht das.

Als maßgeblicher Konstrukteur von Gesetzen hat er Millionen Bürger mit ihren Kindern, ohne Achtung und Respekt vor ihrer Menschenwürde, grausam in die Armut geschickt. Als Außenminister war er absolut erfolglos und ist allenfalls durch seine Reisewut aufgefallen. Also, liebe Frau Münstermann, kein versierter Krisenmanager, sondern nur eine durchschnittliche, auf Anweisung handelnde Beamtenseele, die vielleicht als stellvertretender Konrektor einer Grundschule in der Uckermark tragbar wäre. Mehr nicht.

Ich wundere mich immer wieder. Wie leicht ist es denn, wenn in diesem Staat jeder Hanswurst durch Parteienzugehörigkeit, Kumpanei, Hinterzimmerpolitik und Vitamin B die höchsten Sphären der Politik erklimmen kann?







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