Freitag, 01.02.2019

Über einen Umweg zum Wunschstudium

Leserbrief

Hannover/Goslar. Viele Jugendliche nutzen ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ), um sich nach ihrem Schulabschluss zu orientieren. Das Beispiel des 18-jährigen Max Ostermann zeigt, dass sich bei einem FSJ auch herausstellen kann, was man später beruflich nicht machen will. 

Der Hannoveraner hatte im September vergangenen Jahres seinen Dienst an der Goslarer Akademie St. Jakobushaus aufgenommen, den er aber schon Ende Februar vorzeitig beenden will.

Nach seinem Abitur schwankte er noch zwischen den zwei Studiengängen Lehramt und Medizin. Jetzt, nach fünf Monaten, weiß Max aber, dass er lieber Arzt als Lehrer werden will. Deswegen hofft der FSJ-ler, zum Sommersemester an einer Universität angenommen zu werden. „Ich habe mich an vielen Hochschulen in ganz Deutschland, Österreich und Holland beworben“, erzählt er.

Der Hannoveraner weiß aber auch, dass es mit einem Abidurchschnitt von 1,7 nicht einfach wird, einen Platz zu ergattern. Allerdings könne es sich positiv auf die Studienplatzvergabe auswirken, dass er ein FSJ absolviert hat. „Wenn ich dieses Jahr nicht angenommen werde, will ich mich trotzdem mehr in Richtung meines Studienganges orientieren“, sagt Max. Er könne sich ein Praktikum im Krankenhaus oder einer anderen medizinischen Einrichtung vorstellen.

Eine Menge dazulernen

Die Arbeit am Jakobushaus habe ihm viel Spaß bereitet, und er konnte eine Menge dazulernen. Aber diesen Bereich könne er sich für seine Zukunft nicht mehr vorstellen. Weil er damals die Idee gehabt habe, möglicherweise Politiklehrer zu werden, entschied er sich für das FSJ Politik. Diese Form gibt es genau wie das FSJ Kultur erst seit ein paar Jahren und legt einen besonderen Fokus auf politische Einrichtungen.

Zentrale Platzvergabe

Max wurde über eine Internetseite auf das Jakobushaus aufmerksam, weil die Plätze für ein FSJ zentral vergeben werden. Es gab auch Stellen, die näher an seiner Heimatstadt Hannover waren, aber diese hätten ihm thematisch nicht so gefallen, erzählt er. Mit dem Konzept des Jakobushaus konnte er sich hingegen anfreunden.

„Meine Aufgabe war es, die Referenten bei der Veranstaltungsorganisation zu unterstützen“, erzählt Max. Er musste beispielsweise zu den unterschiedlichsten Themen recherchieren, Material zusammentragen und Präsentationen erstellen. Ein Schwerpunkt lag bei ihm auch in der Öffentlichkeitsarbeit. Während seines FSJ habe der 18-Jährige gelernt, selbstständig zu arbeiten, wie er berichtet. Vor allem, weil er sich seine etwa achtstündige Arbeitszeit relativ frei einteilen konnte. Das kann ihm auf jeden Fall bei seinem zukünftigen Studium weiterhelfen.








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