Freitag, 09.02.2018

Traurig über Abriss der Köhlerhütte

Leserbrief
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Dr. Rudolf Thomas, Wuppertal, zum Artikel „Der Abriss der Köte sorgt für Empörung“ (GZ vom 7. Februar 2018/Eingang: 7. Februar 2018)

 

Die Köhlerhütte haben wir im Sommer 1964 erbaut. Die Idee hierzu stammte von Oskar Winkel, damals Gartenmeister der Kurverwaltung Braunlage. Er suchte einen Bauplatz aus. Die Forstverwaltung erlaubte uns, Totholzbäume in einem Waldstück an der Wiethfelder Chaussee zu fällen. Wir fällten die Bäume. Joachim Winkel fuhr die Stämme mit dem Traktor-Gespann der Kurverwaltung zum Bauplatz im Kurgarten. Die Hütte wurde dreilagig, teilweise vierlagig aufgebaut: zuerst eine Lage Rundhölzer, dann eine Lage Dachpappe, darauf eine Lage Rundhölzer und teilweise Grassoden. Der Hut bestand aus einem hölzernen Wagenrad, das Oskar bei Schützen-Karl(chen) in der Marktstraße besorgt hatte. Am Bau beteiligt waren: Werner Beyer, Emil Kohlrusch, Arno Kosig, Reinhold Meyer, August Töllner, Rudolf Thomas und Joachim Winkel.

Für unsere Familie und Freunde war diese Hütte immer ein zentraler Anlaufpunkt in Braunlage. Wir haben dort nach mancher Walpurgisfeier um ein Feuer herum gesessen und den ersten Maitag heraufdämmern sehen und gehen auch heute noch, immer wenn wir zu Besuch sind, gern dorthin. Damit ist es nun wohl endgültig vorbei. Als ich den Trümmerhaufen heute in der Zeitung sah und verblüfft lesen musste, warum die Hütte abgerissen worden ist und dass ein Neubau nicht geplant sei, wurde ich sehr traurig. Wie kann man nur ein einmaliges Identifikationsmerkmal dieser Stadt so schmählich behandeln? Lässt hier ein „Investor“ schon einmal grüßen?







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