Donnerstag, 05.04.2018

Tourismusabgabe schmälert Ertrag

Leserbrief
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Claudia Kreisel, Goslar, zum Artikel „Leichtes Plus bei den Übernachtungen“ (GZ vom 4. April 2018/Eingang: 4. April 2018)

Die Nachrichten aus dem Tourismusbereich sind erfreulich und verdeutlichen, dass die Attraktivität Goslars positiv registriert wird und so steigende Besucher und Übernachtungsgäste generiert werden. Diese Entwicklung wäre ohne das Jahrhunderthochwasser im letzten Jahr sogar noch besser verlaufen.

Für mich, als Jerstedter Handwerksmeisterin im Dachdeckergewerbe, stellt sich nun die Frage, warum soll ich künftig eine Tourismusabgabe auf meinen Umsatz berechnet zahlen, obwohl ich weder von Touristen beauftragt werde, noch einen Beitrag zur touristischen Entwicklung leiste.

Für mich, meine Mitarbeiter und meinen Betrieb bedeuten zusätzliche öffentliche Abgaben eine weitere Schmälerung meines, bei kleineren Handwerksbetrieben ohnehin geringen Ertrages. Mit der Folge, dass ich im Extremfall vielleicht sogar einen Mitarbeiter frei setzen muss, aber in jedem Fall weniger in notwendige Maßnahmen beziehungsweise Geräte investieren kann oder meinem Mitarbeiter eine verdiente Gehaltserhöhung nicht zahlen kann.

Ich frage mich, wozu benötigt die Stadt Goslar von Unternehmen, selbstständigen Handwerkern und freiberuflich Tätigen sowie am Ende den Bürgern selbst eine solch unbotmäßige Summe von geplanten ca. 1,5 Millionen Euro für Tourismusmarketing, wenn die bisherigen Maßnahmen auch so wirken und warum sollen unbeteiligte Dritte diese Beträge aufbringen und nicht die Touristen/Urlauber selbst durch zum Beispiel eine Bettensteuer pro Übernachtung, wie ich es im Urlaub auch überall im In- und Ausland tun muss?







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