Mittwoch, 17.10.2018

Tippst du noch oder fliegst du schon?

Leserbrief

Goslar. Überall Smartphones. Die jungen Leute können heute gar nicht mehr ohne ihr Handy leben, heißt es oft. Dass sie alles mit der Welt teilen müssen, hat eine Untersuchung des Bundesumweltministeriums widerlegt. In einer Umfrage stellte sich heraus, dass das Smartphone für 14- bis 22-Jährige längst nicht höchste Priorität hat.




Ganz oben steht laut der Studie bei vielen das Reisen. Sie würden eher ins das Entdecken neuer Orte investieren als in die neuste Technik. Doch trifft das auch auf die Goslarer Jugend zu? Die Junge Szene hat sich auf den Weg gemacht und Schüler aus Goslar aufgefordert, sich zwischen einer Reise und einem Handy zu entscheiden.

Amina Wolter
Schnell wird klar, an der Studie ist etwas dran. „Ganz klar die Reise! Ich liebe es, neue Länder und ihre Sprachen zu entdecken. Es gibt so viele schöne Orte auf der Welt“, erzählt die 15-jährige Amina Wolter überzeugt. Auch ihre Mitschülerin Maren Lauenroth meint: „Ich möchte die Welt sehen und neue Dinge entdecken.“ Doch schnell sickert durch, dass das Handy heute nicht nur ein wichtiges Kommunikationsmittel ist, sondern auch den Fotoapparat ersetzt. „Es wäre schade, wenn man seinen Freunden keine Fotos schicken kann. Das sind so schöne Erinnerungen“, überlegt die 16-jährige Maren.

Robert Liebl
Doch Amina findet: „Man kann es ihnen ja danach immer noch erzählen, das ist auch viel persönlicher.“ Die Mädchen sind sich also einig: Reise. Bei den Jungs sieht das Ganze etwas anders aus. „Das finde ich schwierig“, sagt Robert Liebl. „Ich würde vielleicht eine Mischung aus beiden machen, also einen günstigeren Urlaub buchen und dafür beim Handy sparen“, sagt der 15-Jährige. Der Zehntklässler lässt andeuten, was aus der Studie ebenfalls hervor gegangen ist: Jungs begeistern sich eher für die neuste Technik. Jonah Rockensteiner würde sich sogar für das Smartphone entscheiden. „Mein Handy ist kaputt und meine Freunde sind in den Ferien eh alle Zuhause“, argumentiert der 16-jährige Goslarer.

Es scheint also geschlechtsspezifisch doch unterschiedliche Ansichten zu geben. Fest steht, dass die Jugendlichen gerne neue Erfahrungen sammeln. Aber ganz ohne die geliebte Technik möchten sie dann doch nicht leben.








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