Mittwoch, 03.01.2018

Tierhalter melden die Verluste nicht mehr

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Hans-H. Braun, Goslar, zum Artikel „Zahl der Wolfsrisse steigt stark“  (GZ vom 29. Dezember 2017/Eingang: 2. Januar 2018)

 

Das von amtlicher Seite dargelegte Zahlenmaterial ist erschreckend. Zumal zahlreiche Tierhalter es längst aufgegeben haben, Verluste zu melden. Sie können keine Ausgleichszahlungen erwarten, da sie die behördlich festgelegten „Sicherungsmaßnahmen“ nicht erfüllen: Zaunziehung über häufig mehrere Kilometer mit einem Kostenaufwand von zig-tausend Euro – bei zweifelhaftem Erfolg. Und zunehmende Resignation der Tierhalter nach monatelangen Wartezeiten bis zur Auswertung der von den getöteten Tieren gezogenen DNA-Proben. Ferner die „Ergebnisse“: „Unklarer Verursacher“ oder „Wolf nicht nachweisbar“. Erstaunlicherweise sind in zahlreichen Regionen erst seit dem Vorkommen der Wölfe getötete oder verletzte Weidetiere festgestellt worden.

Neben den Tötungen ist die Zahl der häufig stark verletzten Tiere zu sehen. Und das Verhalten gerade der Mutterkühe nach Wolfskontakten – aggressiv und scheu gegen Mensch und Tier.

Es bleibt zu hoffen, dass „Selbsthilfeaktionen“ betroffener Personen mit Fallen, Schlingen, Gift keine Anwendung finden. In Osteuropa sollen sie örtlich gängige Praxis sein.








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