Mittwoch, 16.05.2018

Theater-Entscheidung bitte überdenken

Leserbrief
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Kerstin Lüttgering, Diakoniebauftragte der Marktkirchengemeinde Clausthal, Clausthal-Zellerfeld, zum Artikel „Fällt der Theatervorhang für immer?“ (GZ vom 15. Mai 2018/Eingang: 15. Mai 2018)

Betretenes Schweigen wechselt sich mit empörtem „das darf doch nicht wahr sein“- Gemurmel ab.

Der Intendant des „Theater für Niedersachsen“ (TfN) hatte in wenigen Worten erklärt, warum die Vorstellung am vergangenen Sonntag die vorletzte Theatervorstellung des TfN in Clausthal sein würde.

„Normalerweise kaufen die Kommunen unsere Vorstellungen, das kostet diese zirka 30.000 bis 40.000 Euro jährlich.“ 2005 konnte die Stadt Clausthal- Zellerfeld dieses Angebot nicht mehr aufrecht erhalten. Damit die Vorstellungen in Clausthal weiter angeboten werden konnten, hat seit dieser Zeit das TfN die Veranstaltungen auf eigene Rechnung verantwortet. Die Stadt hat die Stadthalle und die Technik zur Verfügung gestellt. Damit ist nun Schluss.

Ich kenne die genauen Hintergründe natürlich nicht und weiß, dass überall gespart werden muss. Ich bitte aber, die Verantwortlichen die Entscheidung, soweit möglich, noch einmal zu überdenken.

Unser Kino haben wir vor Jahren schon verloren, um die Bücherei kämpfen wir immer wieder, von unserem Krankenhaus will ich gar nicht erst anfangen. Wir wollen junge Leute im Oberharz haben? Bildung soll für alle Bevölkerungsschichten möglich sein? Wir wollen junge Leute an Kultur und Sport interessieren? Dann müssen wir auch etwas unternehmen, denn wir tragen Verantwortung nicht nur für uns selbst.








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