Freitag, 25.05.2018

Taschenhalterin im Heide Park

Leserbrief
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Auf Rummelplätzen und in Freizeitparks sind immer verschiedene Typen anzutreffen. Ich kann mich den zwei Kategorien Jahrmarkt-Gourmet und Taschenhalterin zuordnen. Das heißt, dass ich mich am meisten auf das Essen freue und mit extremen Fahrgeschäften nichts am Hut habe. Ich freue mich, wenn ich sicheren Boden unter den Füßen habe und es macht mir nichts aus, wenn man mir vor der Fahrt vertrauensvoll Taschen in die Hand drückt. Als mich eine Freundin gefragt hat, ob ich mit ihr und weiteren Freunden in den Heide Park fahren möchte, war ich sofort dabei.

Im Park in Soltau angekommen, sah ich schon von Weitem Achterbahnen mit Loopings, Schrauben und steilen Gefällen und hörte schreiende Fahrgäste. Da wusste ich, in viele Bahnen kriegen mich keine zehn Pferde. Trotzdem hatte ich an diesem Tag viel Spaß, denn der Park bietet auch Fahrgeschäfte für Nicht-Adrenalin-Junkies an.

Damit ich nicht die ganze Zeit vor Achterbahnen warten musste, habe ich mich einfach mit angestellt und bin dann zum Ausgang gegangen. Dabei erntete ich viele Blicke von Menschen in der Schlange, die mich irgendwie nicht verstehen konnten. Das war mir aber egal, denn ich wusste, dass es etwas Gutes hat, Taschenhalterin zu sein. Schließlich befindet sich in den Rucksäcken die Verpflegung, die ich ganz für mich allein habe, während die anderen ihre Runden fahren. Eure Corinna







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