Mittwoch, 11.07.2018

Täuschung nur von Steinbrichs Seite

Leserbrief
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Frank Jacobs, Goslar, zum Leserbrief von Hubert Steinbrich „Bevölkerung lässt sich nicht mehr täuschen“ (GZ vom 6. Juli 2018)

Die Überschrift des Leserbriefs versprach viel und ich wollte dieser Täuschung des Nationalparks einmal auf den Grund gehen. Hubert Steinbrich behauptet, dass es wissenschaftliche Untersuchungen zur CO2-Problematik im Brockenurwald nicht gibt und unterstellt damit, dass sich der Nationalpark solche Forschungen wohl einfach ausgedacht hat. Mit wenigen Mausklicks – man muss allerdings ein wenig Englisch können – wurde ich fündig.

Es ist tatsächlich eine Untersuchung von Göttinger Forschern, die den berühmten Brockenurwald hinsichtlich seiner Kohlendioxidbilanz einmal ganz genau unter die Lupe genommen haben. Veröffentlicht wurde die Studie im Fachblatt Ecosystems im Jahrgang 2013. Die Forscher kommen zum Ergebnis, dass dieser alte Urwald eine sehr hohe Speicherkapazität für das Spurengas hat – ganz im Gegensatz zu den Behauptungen des Leserbriefschreibers. Als ehemaliger Förster hätte er das eigentlich wissen müssen.

Ich komme zum Schluss, dass hier nur einer die Öffentlichkeit täuscht, und das ist der Leserbriefschreiber. Eigentlich hätte die GZ so eine dreiste Falschbehauptung, die wissenschaftliche Fakten glatt umdreht, erkennen müssen.







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