Freitag, 30.11.2018

Sternzerstörer gegen Super Marios Turm

Leserbrief
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In der Weihnachtsbäckerei gibt es manche Kleckerei, diese Zeile aus dem bekannten Kinderlied beschreibt die Küche ziemlich gut, wenn ich mich dort wieder ausgetobt habe. Anlässlich unseres Themas der Woche bringe ich dieses Chaos mit zur Arbeit. Gemeinsam mit meinen Kollegen Marieke, Mario und Hendrik trete ich zur sogenannten Lebkuchen-Challenge an.

Viele YouTuber bauen Knusperhäuser, und was die können, können wir schon lange. Gerade zu Weihnachten sind wir ja besonders in Stimmung, etwas selbst zu basteln. Wenn es dann noch essbar ist, haben wir eine Win-Win-Situation.

Das Los entscheidet: Marieke und Mario, die schnell auf den Namen „Team Schlecht“ getauft werden, treten gegen Hendrik und meine Wenigkeit, selbstverständlich das „Team Gut“, an. Dann kann es losgehen. Der Tisch ist reichlich gedeckt mit Deko-Perlen, Lebensmittelfarbe und weiteren Süßigkeiten, die wir für unsere Kunstwerke geeignet finden. Den Lebkuchen hätten wir natürlich selbst backen können, haben uns dann aber doch für einen fertigen Bausatz aus dem Supermarkt entschieden.

Gigantisch und Episch

Marieke und Mario lösen sich schnell von der Idee eines klassischen Häuschens. Mit einem Sternzerstörer aus „Star Wars“ soll es stattdessen „gigantisch, episch und galaktisch“ werden. Da haben die beiden die Latte ziemlich hochgelegt. Aber Hendrik und ich lassen uns davon nicht einschüchtern. Wir haben kurzzeitig den Plan, die Villa Kunterbunt nachzubauen. Doch den Plan verwerfen wir schnell wieder, weil das Projekt sehr einfach sei und sogar kleine Kinder so etwas hinkriegen würden (Zitat Mario). Inspiriert von unserem lieben Kollegen aus dem „Team Schlecht“ entscheiden wir uns für einen Turm aus dem Spiele-Klassiker „Super Mario“, natürlich individuell dekoriert.

Noch nicht lange am Werkeln, schon passieren uns einige Missgeschicke: Mario versenkt ein Messer komplett im Eischnee, Hendrik bekleckert seine Hose mit der klebrigen Masse und ich stelle voller Schrecken fest, dass unser Gebäude total schief ist. Aber mit der Zeit läuft es besser. Das Team um Marieke und Mario beweist viel Fingerspitzengefühl mit Fondant. Aber Hendrik und ich müssen uns nicht verstecken, wir schaffen es sogar, von kleinen Fehlern zu profitieren.

Spannend wird es auch, als wir unsere Objekte auf Untersetzer stellen, hätten wir ja auch vorher darauf kommen können, dass die Gebilde noch transportiert werden müssen. Der Sternzerstörer schafft es trotzdem unfallfrei auf das Tablett, und ich erlebe meinen König-der-Löwen-Moment, als ich unser Türmchen in die Luft hebe.

Chaos im Konferenzraum

Jetzt steht der Präsentation eigentlich nichts mehr im Weg. Doch: Bevor die Jury – bestehend aus unseren Kolleginnen Yvonne, Svenja und Sabine – ihr Fachurteil abgibt, müssen wir erst einmal das Chaos im Konferenzraum beseitigen.

Wie erwartet, schaffen es die Herren der Schöpfung ganz gekonnt, sich davor zu drücken und überlassen den Kampf mit dem Staubsauger und der klebrigen Eischnee-Masse, die aus den Schüsseln gewaschen werden muss, uns Frauen. Nach kurzer Zeit sind aber auch die letzten Kokosraspeln vom Boden aufgesaugt, Farben vom Boden abgekratzt und alle Utensilien gereinigt.

Die Jury beurteilt die Mühe, die wir uns gegeben haben, den Nerd-Faktor unserer Objekte und die Individualität. Es ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen, die Spannung ist kaum auszuhalten. Ganz knapp liegt leider der Sternzerstörer vorn, der Super-Mario-Turm muss sich leider geschlagen geben. Das können wir nicht auf uns sitzen lassen. In einer Facebook-Umfrage wollen wir in den kommenden Tagen den wahren Gewinner ermitteln. Fortsetzung folgt...

Ein Video von der Lebkuchen-Challenge gibt es auf unserer Homepage. Der QR-Code führt direkt dorthin.







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