Mittwoch, 29.11.2017

Sprache ist mächtig und grenzt Gruppen aus

Leserbrief
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Susanne Herweg, Bad Harzburg, zur Berichterstattung über die „gendergerechte Sprache“ (Eingang: 28. November 2017)

Das Thema „gendergerechte Sprache“ ist nicht neu, gibt es zum Beispiel in der Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern seit vielen Jahren Anleitungen zur Verfassung von Gesetzen, Verordnungen und Briefen unter Berücksichtigung der gendergerechten Sprache.

Als ehemalige Kommunalpolitikerin und Vorsitzende des Kulturausschusses der Landeshauptstadt Schwerin, in dessen Zuständigkeit auch das Sachgebiet „Gleichstellung“ fällt, weiß ich, wie wichtig und mächtig die Sprache ist. Und natürlich kann ich wortgewaltig damit Gruppen ausgrenzen. Wie also deutlich machen, wer sich angesprochen fühlen soll? Indem ich immer nur die männliche Form eines Begriffes verwende, gelingt mir das sicherlich nicht. Es gilt einen Weg zu finden, Sprache an die sich verändernden gesellschaftlichen Formen auch anzupassen.

Artikel 3 des Grundgesetzes proklamiert die Gleichberechtigung von Frau und Mann, Gleichstellung auf allen Gebieten ist dadurch noch längst nicht erreicht.








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