Freitag, 20.12.2019

Selbst Gemachtes ist hoch im Kurs

Leserbrief

Clausthal-Zellerfeld. Weihnachten, das Fest der Ruhe und Besinnlichkeit – das sollten die Feiertage eigentlich sein. Von Entspannung kann aber oft nicht die Rede sein, schließlich geht jetzt der Endspurt im Weihnachtsshopping los. Wir haben uns bei Jugendlichen in Clausthal-Zellerfeld umgehört, wie weit sie mit ihren Geschenkevorbereitungen sind, wie sie ihren Liebsten eine Freude und warum überhaupt.

Sophia Pfeil
Sophia Pfeil verschenkt zu Weihnachten selbst gebackene Kekse. In der Adventszeit steht die 15-Jährige mit ihrer Mama in der Küche und überreicht ihren Freundinnen so ein persönliches Geschenk. Für ihre Eltern besorgt die Zehntklässlerin der Robert-Koch-Schule gern etwas Kleines. Generell ist es ihr wichtig, nicht einfach irgendetwas zu kaufen. Es soll schon etwas sein, was der Beschenkte auch gebrauchen kann. Auch kurz vor Weihnachten ist Sophia mit ihren Geschenken noch nicht fertig. „Ich mache immer alles auf den letzten Drücker. Das ist aber nicht nur an Weihnachten so“, gesteht sie.

Anderen eine Freude machen

Sarah Reschofsky hingegen hat ein paar Geschenke schon seit einiger Zeit beisammen. „Wenn ich zufällig mal was beim Shoppen gehen sehe, nehme ich das schon mal mit“, sagt die 15-Jährige. Ihr gefällt es an Weihnachten, anderen eine Freude zu machen. Dabei, so sagt die Zehntklässlerin, müssen es nicht immer materielle Geschenke sein. So reiche es auch schon, den Eltern zu sagen, wie lieb man sie hat.

Dorothea Abel
Dorothea Jolanthe Abel hat mit ihren vier engen Freundinnen vor einiger Zeit eine Wichtelrunde gegründet. Weil sie per Los ziehen, wen sie beschenken dürfen, muss nicht jeder der Teenager vier Geschenke kaufen. Die 16-Jährige erzählt, dass ihre Freundinnen aber auch einen Weihnachtswunsch äußern, sie also nicht allzu sehr im Dunkeln tappen müssen, was sie denn nun kaufen sollen.

Selbstgemalte Bilder im Kalender

An ihre Eltern und Großeltern verschenkt die Zehntklässlerin hingegen etwas selbst Gebasteltes. „Ich will damit zeigen, ich habe an dich gedacht“, sagt sie. Mit ihren vier Geschwistern gestaltet sie jedes Jahr einen Kalender mit gemalten Bildern. So suchen sie sich beispielsweise schöne Landschaften aus dem Internet aus und zeichnen diese nach. Auch wenn sie mit dem Geschenk immer erst ein paar Tage vor Weihnachten anfangen, werde der Kalender immer rechtzeitig fertig.

Felix Metzger erzählt, dass er nicht begabt darin ist, Geschenke selbst zu basteln. Weil er kein Händchen dafür hat, greift er lieber zu etwas Gekauftem. Mit seinem Zwillingsbruder Anton beratschlagt er immer, was sie für die Familie besorgen können. In diesem Jahr hatten die 16-jährigen Geschwister eigentlich ausgemacht, dass sie sich nichts schenke. „Jetzt habe ich aber Angst, dass es doch etwas für mich hat. Vielleicht besorge ich noch etwas für ihn“, überlegt Felix.









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