Donnerstag, 08.02.2018

Schwarzwild kommt nicht aus Polen

Leserbrief
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Rolf Alldag, Goslar, zum Artikel „Verstärkte Jagd auf Wildschweine“ (GZ vom 7. Februar 2018/Eingang: 7. Februar 2018)

Feuer frei auf alles, was im Wald vier Beine hat. Nach dem Rotwild als „Waldschädling“, kommen nun die Wildschweine dran. Dass die Schonzeit für diese Wildart aufgehoben wird oder bereits erfolgt ist, kann doch nur ein Schreibfehler sein. Überläufer und Frischlinge, die Mehrheit an Schwarzwild, ist das ganze Jahr zum Abschuss frei und wird schon fleißig bejagt. Nun soll es wohl auch den Bachen und Keilern an die Schwarte gehen. Ob eine Bache Frischlinge führt, die nach ihrer Erlegung elendig zugrunde gehen, nimmt man mit dieser Maßnahme sicher billigend in Kauf.

Aber auch der Keiler, so selten und so wichtig, wie er für das Revier ist, soll einer Gefahr wegen erlegt werden, die keiner genau kennt. Allenfalls von Zeitungsberichten oder Fernsehen. Dass Schwarzwild ortstreu ist, hat die Wissenschaft eindeutig bewiesen. Es kann ohne weiteres in der Nacht weite Strecken zurücklegen, aber stets in Bereichen, die zu seinem näheren Umfeld gehören. Aus Polen oder Tschechien sehen wir hier keine Sau.

Wenn die Seuche, die in den Köpfen einiger Leute zu Panikabschüssen führt, tatsächlich kommt, dann ist sie über andere Träger eingeschleppt worden. Vielleicht, so ein ganz leiser Verdacht, könnte doch auch der Wolf mit seinem Wandertrieb von Ost nach West nicht ganz unschuldig daran sein.







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