Donnerstag, 08.02.2018

SPD betreibt Possenspiel mit Werten

Leserbrief
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Gerhard Laue, Goslar, zur Berichterstattung über die GroKo (Eingang: 8. Februar 2018)

Da läuft einem doch langsam die Galle über. Nicht nur, dass „die da oben“ bei allem Gerangel um die nun langsam ausgeleierte GroKo sich unter dem Damoklesschwert der noch ausstehenden Mitgliederwahl der SPD Mitglieder ducken, sondern auch als braver Wähler erlebe ich derzeit ein Possenspiel mit dem Umgang von Werten.

So frage ich mich, was denn meine Wählerstimme wie die von 47 Millionen ebenfalls Betroffenen wert ist, wenn die SPD-Mitglieder das Sonderrecht genießen, unter Umständen mit dem Votum von wenigen, also eigentlich einer lächerlichen Minderheit, darüber zu entscheiden, ob eine Regierung zustande kommt. Muss ich also schnell in die SPD eintreten, um eine Erster-Klasse-Wahl betreiben zu können? Interessant, dass gerade die Partei, die großmäulig sich für Chancengleichheit und die Abschaffung einer Zweiklassenmedizin einsetzt, schamlos ein Zweiklassenwahlrecht betreibt. Immer nach dem Motto: Was mir nützt, ist Recht! Da wird die Chancengleichheit der Wählerstimmen mit Füßen getreten.

Und was die Aussage selbst des Parteivorsitzenden Martin Schulz wert ist, der ja im Brustton der Überzeugung dereinst verkündete, unter Kanzlerin Merkel keinen Regierungsposten einnehmen zu wollen, erlebt man ja jetzt, da er den bewährten Außenminister Gabriel von seinem Posten „ablösen“ will.

Wen wundert es da, dass man von dieser Art Politik die Nase gestrichen voll hat!








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