Dienstag, 21.11.2017

Rückhaltebecken könnte die Stadt schützen

Leserbrief
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Jürgen Petzold, Goslar, zum Artikel „Ideen für ’Herzer‘ gesucht“ (GZ vom 17. November/Eingang: 17. November 2017)

Jetzt sind fast vier Monate vergangen, seit ein verheerendes Hochwasser Goslar überflutet hat. Viele Schäden sind seither in beachtlich kurzer Zeit behoben wurden. So schön so gut. Leider ist zu befürchten, dass bei ähnlichen Wassermassen in der Zukunft das Szenario sich fast identisch wiederholen könnte.

Es wird sich wieder der Bachlauf der Gose mit Steingeröll auffüllen und das Wasser muss dann wieder in die Straßen der Stadt ausweichen. Gebäude und Wege würden in gleichem Maße wie im Juli zerstört oder beschädigt und man müsste erneut Angst um das Bersten des Herzberger Teichs haben. Es sind die Wassermassen von 30 Kubikmeter pro Sekunde, die einfach nicht beherrschbar waren. Abhilfe könnte aber ein Rückhaltebecken im unteren Wintertal (oberhalb vom Kinderbrunnen) von ein bis zwei Millionen Kubikmeter Stauvermögen bringen. Dieses wäre in der Lage, bis zu 48 Stunden die Hälfte des Extremwassers zurückzuhalten. Zusammen mit einer eventuell vergrößerten Wasserableitung im Gosetal in den Oker-Grane-Stollen sollte das verbleibende Nass dann beherrschbar sein.

Alle Anwohner entlang der Bachläufe könnten sich über die gewonnene Sicherheit ihrer Wohnungen freuen. Historische Gebäude des Weltkulturerbes fänden Schutz und die hohe Belastung durch schwermetallhaltigen Feinschlamm könnte sich nicht wiederholen.

Ich bitte die Politiker dieser Stadt, einmal über solch eine Lösung nachzudenken und eventuell die notwendigen Kosten zu prüfen.



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