Freitag, 09.03.2018

Ricky hat es allen Kritikern gezeigt

Leserbrief

Goslar. Schauspieler und den Regisseur auf der Leinwand sehen und dann keine fünf Minuten später mit ihnen ins Gespräch kommen – das konnten am Donnerstagvormittag rund 60 Schüler im Goslarer Theater. Anlässlich der Filmtage wurde die Komödie „All inclusive“ gezeigt. Der Spielfilm erzählt die Geschichte von Ricky, der unverhofft ein Hotel erbt. Er ist behindert, führt aber ein ziemlich selbstständiges Leben. Nun muss er sich fragen, ob er das Erbe antreten soll.

Inklusion im Alltag

„All inclusive“ beschäftigt sich mit der Inklusion im Arbeitsalltag. Das Besondere an dem Film ist, dass die Inklusion schon beim Filmdreh angefangen hat. Neben professionellen Schauspielern übernehmen Menschen mit Handicap Haupt- und Nebenrollen. Die Rolle des Hotelerben spielt der behinderte Kevin Alamsyah. Gemeinsam mit den Schauspielerinnen Melanie Socher und Hannelore Sporlede, die beide Köchinnen spielen, erzählt er den Schülern in Goslar von dem Filmdreh. „Die Arbeit war zwar anstrengend, es hat aber viel Spaß gemacht. Insgesamt war es eine wunderschöne Zeit, und wir sind fast wie eine Familie zusammengewachsen“, berichtet Kevin Alamsyah.

Der Kreisverband Goslar lud zudem den Regisseur Eike Besuden ein, der von seiner Inspiration für den Film erzählte. „Es gibt keine wahre Begebenheit, ich wollte einen Film schaffen, der nach Belieben weitergeführt werden kann. Vielleicht gibt es ja noch eine Fortsetzung“, sagte Besuden.

Kathleen Reitmeier von den Berufsbildenden Schulen (BBS) in Bad Harzburg hat der Film „supergut“ gefallen. Ihren Abschluss macht die 21-Jährige im Bereich Gesundheit und Pflege, also passt das Thema des Films gut in den Fachbereich. In ihrem Umfeld hat sie oft mit Behinderten zu tun. „Oft werden diese Menschen unterschätzt. Der Film hat gezeigt, dass wir ihnen viel mehr zutrauen sollten“, erzählt die 21-Jährige.

Positive Rückmeldungen

Denise Marquardt hat der Film ebenfalls gut gefallen. Die BBS-Schülerin findet es interessant zu sehen, was Menschen mit Beeinträchtigungen alles erreichen können. „Es ist schön, dass wir uns mit den Schauspielern unterhalten konnten“, sagt die 20-Jährige. Sie findet es zudem gut, dass die Filme nachbesprochen werden. „So macht man sich am Ende noch einmal Gedanken über den Film “, erzählt Denise.

Beide Schülerinnen sehen die Goslarer Filmtage als „coole Aktion“ an und empfehlen sie weiter. „Den Unterricht ins Kino zu verlegen, ist mal eine schöne Abwechslung“, sagen die Zwei.








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