Dienstag, 28.11.2017

Rein männliche Form nicht mehr zeitgemäß

Leserbrief
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Heide Huwald-Poppe, Goslar, zum Artikel „Kritik an der GZ: Sprache benachteiligt Frauen“ (GZ vom 21. November 2017/Eingang: 27. November 2017)

Die Printmedien sind beim Thema geschlechtsneutrale Sprache in der Pflicht. Sie sind schließlich auch in anderen gesellschaftspolitischen Themen oft meinungsbildend. Warum nicht auch hier?

An Hochschulen und in vielen Unternehmen und Institutionen ist die geschlechterbewusste Sprache längst im Gebrauch. Werden die Texte geschickt und stilistisch gut formuliert, sind sie gut lesbar und verständlich. Hier sind die Redakteure und Redakteurinnen der Printmedien gefragt, das müsste ihnen doch Spaß machen. Wir leben nicht mehr im 18. Jahrhundert und es ist nicht mehr zeitgemäß, nur die männliche Begriffsform zu verwenden. Als Frau Lattemann-Meyer Oberbürgermeisterin wurde, gab es diesen Begriff gar nicht und es gab natürlich einigen Widerstand gegen die weibliche Form von Oberbürgermeister. Auch Kanzlerin und Meisterin gab es beispielsweise im deutschen Sprachgebrauch nicht und sind heute selbstverständlich. Überzogene Formulierungen, wie sie in einigen Leserbriefen angeführt wurden, sollen alles ins Lächerliche ziehen und sind für die Diskussion belanglos.

Ich gehöre inzwischen zur älteren Generation und bin gegen Stillstand, wünschenswert ist eine Weiterentwicklung - auch der Sprache.








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