Mittwoch, 22.05.2019

Ralf Abrahms: Ein Geheimnis vom Bürgermeister

Leserbrief
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Bad Harzburg. Mehr als 16 Jahre ist er im Bürgermeisteramt, am Sonntag will er es noch mal machen: Ralf Abrahms kandidiert erneut für den Posten des Verwaltungschefs. Doch wie steht Herr Abrahms eigentlich zu Themen, die Jugendliche betreffen? Und während sein Konkurrent fleißig online und analog unterwegs war, war da der Bürgermeister nicht ein bisschen zu passiv?

Lasse Schommartz und Tim Bothe bringen erst mal das Stichwort „Glasfaser“ auf den Tisch – was laut Abrahms teilweise auch „bis ins Haus“ geht. Doch eben nicht in ganz Bad Harzburg, wie die Schüler anmerken, denn nicht jeder habe einen der schnellen Internetanschlüsse. „Wir sind leider nicht der Veranstalter“, sagt Abrahms, verweist aber darauf, dass mit dem Vectoring die Stadt schon ganz gut aufgestellt sei, zumal ja auch das kostenfreie W-Lan in der Innenstadt geplant sei.

Dass er sich bei Themen wie Dioxin raushalte, bestreitet Abrahms. Es geschehe eben viel im Hintergrund, nicht immer müsse er auch mit vor Ort sein, die Stadt habe eigene Messungen veranlasst. In den sozialen Medien ist der Bürgermeister jedenfalls nicht vertreten – zu „geschmacklos“ seien manche Beiträge, Bad Harzburg selbst sei ja auch analog.

Das sichern, was man hat

Und auch die Frage nach den Finanzen bleibt bei den Achtklässlern nicht aus. Kein Geheimnis: Abrahms, der scherzhaft von seinem Spitznamen „Sparbremse“ berichtet, spricht von einer Finanzlage, in der er vorsichtig investieren und erst mal das sichern wolle, was man hat. Ein kleines „Geheimnis“ gab es dann aber doch für die Schüler: Laut dem Bürgermeister habe die Kurstadt dieses und nächstes Jahr deutlich weniger Geld in der Kasse als geplant – das habe er noch nicht mal dem Rat gesagt.

Aber was macht Abrahms nun für die Jugend? Immerhin sagt er ja selbst, dass er einer der Mitbegründer des Fördervereins Jugendtreff sei. Mehr Beteiligung, eventuell sogar ein Jugendrat – „Feuer frei“, heißt es vom Amtsinhaber. Dann seien aber auch die Jugendlichen zur Mitarbeit aufgefordert.








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