Freitag, 15.03.2019

Pestalozzischule auf den Spuren der Goslarhalle

Leserbrief

Goslar. „Krise, Aufbruch, Umbruch“ ist das Thema des diesjährigen Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten, der von der Körber- Stiftung organisiert wird. Die Zehntklässler der Pestalozzischule sind dem Aufruf des Bundespräsidenten gefolgt und haben sich in Goslar auf die Suche nach einem Thema begeben. Sie wurden schon bald fündig, nur ungefähr einen Kilometer von ihrer Schule entfernt.

Die Idee für ihr Projekt kam ihnen bei einem Ausflug zu einer nahegelegenen Baustelle. Der Hintergrund dieses Ortes faszinierte sie, sodass sie sich auf dessen historische Spuren begaben. Bei der Baustelle handelt es sich um den früheren Standort der Goslarhalle. Tim Nordhausen, ein Schüler der zehnten Klasse, meinte dazu: „Vielleicht ein Teil Goslars düsterer Vergangenheit.“ Aufgrund ihres Interesses für das Thema entschlossen sich die Jugendlichen, die Geschichte des Ortes zu ihrem Projekt zu machen. Auf ihrer Spurensuche haben sie nicht nur das Stadtarchiv besucht und Passanten befragt, sondern sich auch mit einer Zeitzeugin auseinandergesetzt. „Am besten hat mir die Recherche im Internet gefallen.“ sagte Tim.

Das Projekt beginnt

Die Klasse investierte insgesamt 16 Schulstunden in das Projekt. Dabei arbeiteten sie Goslars Vergangenheit als Reichsbauernstadt auf. Sie erfuhren, dass die Halle für die Feier des Reichsbauerntages errichtet wurde. Dort gab es regelmäßig Appelle, Feierstunden und Rundfunkübertragungen. Die Schüler beschäftigten sich auch mit der Nutzung der Halle bis zu ihrer Zerstörung 1948. Während ihrer Recherche fanden sie zudem heraus, dass es sich bei der aktuellen Baustelle nicht um das erste Vorhaben auf dem Grundstück handelt. In der Vergangenheit sollte dort ein Hotel errichtet werden. Aufgrund der Asbestbelastung ist es jedoch sehr schwer, auf dem Gelände zu bauen. Das Geschichtsprojekt hat den Zehntklässlern viel Freude bereitet, Langeweile kam gar nicht auf. Stattdessen haben sie viel gelernt, vor allem waren das Stadtarchiv und das Gespräch mit der Zeitzeugin hilfreich bei der Recherche.

Der diesjährige Geschichtswettbewerb hat rund 2000 Einsendungen mit mehr als 5500 Teilnehmern und ist damit der größte seit 1993. Anfang Juni ist die Siegerehrung.







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