Freitag, 17.04.2020

"Orange is the new black": Frauen in all ihren feministischen Facetten

Leserbrief

Momentan sitzen wir fast alle öfter als sonst auf der heimischen Couch – #stayathome, um die Verbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Wir von der Jungen Szene meinen: Endlich hast du genug Zeit, Serienklassiker (erneut) anzugucken, um etwaige popkulturelle Bildungslücken zu schließen. Diesmal stellen wir die Netflix-Serie „Orange is The New Black“ vor – mit ganz wenigen Spoiler.

Worum es geht: Weil sie durch ihre Exfreundin Alex in Drogengeschäfte verwickelt war, wird Protagonistin Piper viele Jahre später zu einer Haftstrafe verurteilt. Als anfangs zaudernde und selbstmitleidige Mimose aus der Mittelschicht, ist sie im Gefängnis zunächst ein leichtes Opfer. Im Laufe der sieben Staffeln gerät Piper allerdings immer mehr aus dem Fokus. Die Serie gibt nicht nur einen Einblick in den Haftalltag, sondern auch in das Leben und die Schicksale ganz verschiedener Frauen.

Warum schauen: „Orange is The New Black“ gewinnt durch Diversität. In der Serie werden Frauen nicht klischeehaft hübsch, leise und im Konkurrenzkampf miteinander gezeigt. Stattdessen dürfen sie auch energisch, prollig oder gar peinlich sein – sehr feministischer Content.

Welche Folgen man skippen kann: Ganze Folgen nicht, aber definitiv jedes weinerlich-hysterische Telefongespräch zwischen Piper und ihrem Verlobten.

Heimlicher Star der Serie: Schwierig, schließlich werden nahezu alle Figuren eingehend und gefühlvoll vorgestellt. Besonders heraus sticht aber immer wieder Nicky, die sich fast nie scheut, für Andere einzustehen und das Richtige zu tun.

Schlimmste Figur: Daya bringt viel Potenzial mit, das sie aber total verspielt.

Aus der Serie fürs Leben gelernt: Wer auch unter widrigen Umständen Verantwortung für seine Taten übernimmt, entwickelt sich weiter.









Weitere Topthemen aus der Region:
  • Bad Harzburg
    Dreharbeiten in Westerode
    Mehr
  • Langelsheim
    Blick aus dem Wohnmobil ins Grüne
    Mehr
  • Lokal-Sport
    Fragen und Antworten vor dem Nordharzliga-Start
    Mehr
  • Lokal-Sport
    TSG Bad Harzburg blickt schon auf die Liga
    Mehr
  • Lokal-Sport
    MTV Jahn Schladen strebt Mittelfeldplatz an
    Mehr