Freitag, 13.04.2018

Ohne Karl Marx gäbe es weder SPD noch Linke

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Horst Rienitz, Bad Harzburg, zum Artikel „Ein Kampf um Marx“ (GZ vom 10. April 2018/Eingang: 10. April 2018)

Wahrzeichen aus der römischen Geschichte in Trier sind zum Beispiel die Porta Nigra, die Römerbrücke, die Kaisertherme usw. Jetzt soll nicht mehr ausschließlich an die römische Vergangenheit, sondern auch an die jüngere deutsche Geschichte mit einer Karl-Marx-Statue erinnert werden, und schon wird aus dem konservativen Flügel der CDU Kritik laut, was bei mir auf kein Verständnis stößt.

Karl Marx ist – unabhängig davon, wie man zu seinen Theorien steht – ein großer deutscher Volkswirt. Ohne ihn gäbe es heute wahrscheinlich weder die SPD noch die Linkspartei, vermutlich auch keinen linken CDU-Flügel. Auch starke Gewerkschaften würde es ohne Karl Marx und seine Kritik am Kapitalismus vermutlich nicht geben. Ich kenne wenigstens keinen Unternehmer – auch im öffentlichen Bereich –, der freiwillig die Löhne an die Produktivitätssteigerung und die Inflationsrate ohne gewerkschaftlichen Druck anpassen würde. Auch wenn die praktische Umsetzung der marxschen Theorien teilweise zu dogmatisch, teils mit Varianten, die weniger gut gelungen sind, und zum Teil bewusst fehlerhaft in einigen Ländern zu suboptimalen oder sogar schlechten Resultaten geführt haben, meine ich, dass eine Karl-Marx-Statue unbedingt nach Trier gehört.








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