Mittwoch, 03.01.2018

Mulmiges Gefühl trotz Sanierung der Kita

Leserbrief
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Erich Rücker, Goslar, zum Artikel „Raumsanierung in der Schimmel-Kita startet“ (GZ vom 28. Dezember 2017/Eingang: 2. Januar 2018)

Bei diesem nun 3. Versuch einer Schimmelpilzsanierung gehen mir die Nackenhaare hoch. Ich hätte nicht nur ein mulmiges Gefühl als Elternteil, ich würde mein Kind aus dieser Kita rausnehmen, denn der Schimmelpilz kommt wieder, er wurde ja laut Bild und Aussage durch den Maler nur „überdeckt“. Hier besteht von Anfang an baulicher Pfusch, der mit Billigmitteln versucht wird, zu sanieren. Was braucht ein Schimmelpilz zum Leben? Wasser, organische Stoffe (Holz, Pappe, Papier) und Wärme, alles reichlich vorhanden zur Entwicklung. Der Markt bietet eine Vielzahl von „Wundermitteln“, sie können ihr Geld auch gleich verbrennen, alle Versprechungen sind wirkungslos. Mein Rat: Überprüfung im Außenbereich ob die Drainage noch funktioniert ansonsten erneuern, die Außenwände im Erdbereich bis kurz über Pflasterhöhe mit einer Bitumendickbeschichtigung oder elastischen Dichtungsschlämmer versehen, das Klinkermauerwerk mit einer atmungsaktiven diffussionsoffenen Imprägnierung versehen (Regen perlt ab) und das gesamte Innenholzständerwerk entfernen. Auf die Ursprungswände Calciumsilikatplatten aufkleben (ph-Wert ca. 9-10,5 basisch), die dem Schimmelpilz jeglichen Nährboden entziehen. Als Oberfläche möglichst keine Tapete aufbringen, hier gibt es atmungsaktive Putze in allen Ausführungen auch in farbiger Form – die endgültige Lösung ist gefunden. Ich war übrigens vor Ort, mein Rat war weder beim Bauamt noch bei den ausführenden Firmen erwünscht.








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