Freitag, 07.06.2019

Mit der Murmelbahn ins Berufsleben

Leserbrief

Bad Harzburg. Bingo! Der Schulabschluss ist in der Tasche und die Einladung zum Vorstellungsgespräch liegt auf dem Tisch. Aber um Himmelswillen, was kommt jetzt auf mich zu? Wie verhalte ich mich? Wie komme ich möglichst kompetent rüber? Und was darf ich auf keinen Fall tun, wenn ich die Sache nicht vergeigen will?

Vor diesen Fragen stehen viele Schulabgänger, wenn sie über ihre berufliche Zukunft nachdenken. Genau aus diesem Grund gibt es ein Programm des Landkreises, das sich dafür einsetzt, zwischen Schulen und Unternehmen eine langfristige verbindliche Lernpartnerschaft zu schaffen. Dank dieses Programms waren acht Unternehmen, darunter die Volkswagen Financial Services, Jägermeister, und die Öffentliche Versicherung Braunschweig im Werner-von-Siemens-Gymnasium in Bad Harzburg zu Gast, um den Zehntklässlern ein paar Tipps zu geben. Die Schüler konnten sich im Vorfeld eine Expertengruppe aussuchen. Die Gruppen wurden jeweils von einem Ausbildungsbetrieb aus dem Landkreis geleitet.

Sich nicht verstellen

In der Gruppe der Öffentlichen Versicherung erklärte Tim Svensson, örtlicher Vertriebspartner des Unternehmens, dass sich Bewerber durch eine Absage zu einem Vorstellungsgespräch nicht entmutigen lassen sollten. Darüber hinaus ist es wichtig, sich bei einem Vorstellungsgespräch nicht zu verstellen und einfach man selbst zu sein.

Bei der Expertengruppe der Volkswagen Financial Services hatten die Schüler die Aufgabe, eine Murmelbahn zu bauen. Dabei ging es jedoch nicht primär darum, eine gute Konstruktion anzufertigen, sondern um die sozialen Komponenten, also darum, wie sich die Schüler untereinander verhalten und zusammenarbeiten. Darauf aufbauend sollten die Schüler dann versuchen, die Murmelbahn gut zu verkaufen.

René-Luca Fischer, Schüler der 10c, gefiel die Beratung durch Svensson sehr. „Er hat uns gute Tipps gegeben und ist individuell auf unsere Frage eingegangen“, meint René-Luca. „Man hat ihm seine berufliche Erfahrung angesehen, und mir werden die Tipps zukünftig weiterhelfen.“

Auch Roman Lichtenfeld, ebenfalls Schüler der Klasse 10c, zieht ein positives Fazit der Beratungen. „Ich fand es toll, dass sich die Leute Zeit für uns genommen haben. Darüber hinaus habe ich neue Aspekte, die bei einer Bewerbung beachtet werden können, kennengelernt, an die ich vorher nie gedacht habe“, sagt er. Zum Beispiel könne es gut bei einem Unternehmen ankommen, wenn sich jemand als Bewerber den hauseigenen Slogan mit in sein Anschreiben einbaue oder die Farbe der Mappe dem Unternehmenslogo anpasse. Wenn er sich in Zukunft bei einem Arbeitgeber bewirbt, wird er darauf achten, gibt Roman an.







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