Montag, 29.10.2018

Mit Farbe und Kunstblut zur Grusel-Fratze

Leserbrief

Zu einer gruseligen Halloweenparty gehört ein schauriges Make-up. Viele Kaufhäuser und Drogerien in der Stadt bieten in dieser Saison reichlich Auswahl, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist.

Die zwei GZ-Praktikantinnen Kim und Emily haben sich auf Shoppingtour begeben und alles gekauft, was sie für ihren Grusel-Look brauchen. Ihre zwei Kolleginnen Marieke und Corinna mussten hinhalten und sich von den beiden „verunstalten“ lassen. Damit sich die zwei noch mehr ins Zeug legten, sollte am Ende eine fachmännische Jury – bestehend aus weiteren Redaktionskollegen – entscheiden, wem das Schminken besser gelungen ist.




Die Arbeit der beiden fing bereits vor dem eigentlichen Schminken an. Bei der riesigen Auswahl an gruseligen Kreaturen, die sie schminken können, half das Internet bei der Entscheidung. Dort finden sich zahlreiche Anleitungen, die ohne viel Vorwissen und Talent umgesetzt werden können.

Kim entschied sich für einen gruseligen Clown, der sich durch realistische Wunden und Narben auszeichnete. Emily plante für Corinnas Gesicht einen zweigeteilten Look. Auf der einen Seite sollte ein Vampir entstehen und auf der anderen Hälfte Frankensteins Monster.

Kim: Ein blutiger Horror-Clown


Ich wollte, dass auf Mariekes Gesicht realistische Wunden und Narben entstehen. Dafür eignet sich gut Flüssiglatex, den ich mit einem Schwamm vorsichtig auf ihr Gesicht tupfe und mit Taschentücher-Schnipseln bedecke. Der Latex muss so verteilt werden, dass eine etwas verlängerte Mund-Form sichtbar ist. Dabei musste ich vorsichtig sein, da das Produkt nicht auf Lippen oder Schleimhäuten angewendet werden darf. Außerdem gefiel Mariekes Nase der Geruch nicht allzu gut.

Jetzt lege ich die Taschentücher-Streifen auf die Flüssigkeit und trage noch schwarze sowie rote Farbe auf. Durch den Latex und die Taschentücher wirkt es tatsächlich so, als ob Mariekes Mund komplett aufgerissen ist. Das Harlekin-Make-up um die Augen und die Blutträne sind letzte Feinschliffe, die Mariekes Gesicht noch unheimlicher aussehen lassen.

Emily: Ein Vampir-Monster


Eine gruselige Gestalt ist mir nicht genug: Deshalb lasse ich Corinnas Gesicht wirken, als hätte ich die Fratzen von Frankensteins Monster und einem frisch verwandelten Vampir zusammengenäht. Statt Nadel und Faden brauche ich aber nur Theaterfarbe, Kunstblut und einen schwarzen Eyeliner. Die Augen auf der Blutsauger-Seite betone ich mit dem Eyeliner und silbernem Lidschatten. Die Lippen schminke ich dunkelrot. Ab jetzt wird es ziemlich blutig: Ich lasse ihr den künstlichen Lebenssaft aus dem Mund laufen und kreiere damit eine Bisswunde am Hals. Dazu füge ich mit dem Eyeliner noch Bissstellen hinzu.

Für die Frankenstein-Seite male ich Corinnas Gesicht grün an und schattiere mit grauer und schwarzer Farbe. Nur noch ein paar Narben hingemalt und schon ist der Make-up-Look fertig. Ein Dutt, in den ich eine Schraube stecke, vollendet mein Gesamtwerk. Nach einer Stunde Schminkarbeit waren ich und mein Monster zufrieden.

Das Urteil

Die Entscheidung unserer dreiköpfigen Jury war durchaus eindeutig: Drei Stimmen für Mariekes Halloween-Look: Sie lobten vor allem die Arbeit mit dem Latex und den Taschentüchern sowie die dadurch entstandene Plastizität. Aber auch Emilys Kreativität bekam bei Corinnas Make-up reichlich gutes Feedback. Gelacht haben am Ende alle, egal ob Jury, die Maskenbildnerinnen oder Gruselkreaturen.







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