Freitag, 29.12.2017

Militaristische Tradition bleibt erhalten

Leserbrief
Kommentieren

Karsten Färber, Goslar, zum Artikel „Fliegerhorst mit Walter-Krämer-Straße“ (GZ vom 23. Dezember 2017/Eingang: 27. Dezember 2017)

Der Goslarer Stadtrat hat mehrheitlich beschlossen, dass eine Straße im neuen Gewerbegebiet auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände nach dem in Hahndorf ermordeten Kommunisten Walter Krämer benannt werden soll. CDU, FDP und AfD stimmten dagegen. Die CDU wollte, dass alle Straßen im Gewerbegebiet Flurnamen tragen sollen. Dann müsste aber auch der Straßenname „Im Fliegerhorst“ umbenannt werden. „Fliegerhorst“ ist nämlich kein Flurname, sondern eine Bezeichnung für einen Militärflughafen. Diese militaristische Tradition bleibt Goslar somit als Straßenname erhalten. Übrigens wurde Walter Krämers Genosse aus dem KZ Buchenwald Karl Peix ebenfalls in das Goslarer KZ gebracht, um dann auf dem Fliegerhorst ermordet zu werden.

Am 27. Januar, dem Tag der Befreiung von Auschwitz, werden Antifaschisten und Antifaschistinnen der Ermordung der beiden Widerstandskämpfer am KZ-Gedenkstein in der Baßgeige gedenken.








Weitere Topthemen aus der Region:
  • Bad Harzburg
    Wildkatzen als Besuchermagnet
    Mehr
  • Junge Szene
    Wie Ali Zain allein aus Pakistan floh und in Rhüden ein neues Leben beginnt
    Mehr
  • Junge Szene
    Schüler aus drei Ländern basteln sich den perfekten Chef
    Mehr
  • Oberharz
    Osteroder Weihnachtsmarkt wächst
    Mehr
  • Region
    Das heimliche Kind des Weltkonzerns
    Mehr