Montag, 05.03.2018

Massenvermehrung dokumentiert durch Fichten-Totholz

Leserbrief
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Hubert Steinbrich, Bad Harzburg, zum Artikel „Pusch wirbt für die Waldumgestaltung“ (GZ vom 17. Februar 2018/Eingang: 4. März 2018)

 

Wenn der Nationalpark das sogenannte Totholz nicht von der B4 beziehungsweise von der B168 wegräumen will, ist das keine Frage der Machbarkeit sondern des Willens. Als Sachkundiger im forstlichen Maschineneinsatz biete ich dem Nationalpark an, die Organisation für die Entnahme zu übernehmen. Dauer bis zu einer Woche.

Unerträglich ist der Anblick der sich erneut dramatisch ausgeweiteten Flächen beiderseits der B4, auf denen der Borkenkäfer den natürlichen Fichten-Hochlagenwald aufgefressen hat. Hier hat der der Nationalpark mit seiner ideologischen Untätigkeit eine gigantische Massenvermehrung des Fichten-Borkenkäfers provoziert, die niemand jemals stoppen kann. Der Nationalpark verkauft der Bevölkerung den grünen Fichten-Aufwuchs unter den toten Altbäumen als Beginn eines neuen selbstbestimmten Urwaldes. Der Nationalpark belügt sich an dieser Stelle selbst. Mit Sicherheit holt sich der Borkenkäfer die neue Zwischengeneration, wenn diese in zirka 60 Jahren bruttauglich ist.

Möglich wird dieses Drama durch die allein vom Nationalpark erlassene und somit nicht zu hinterfragende Naturordnung. Der Borkenkäfer sei Teil der Natur und sein Tun somit geschützt.

Ideologien haben spätestens dort ihre Grenzen, wo sie sich massiv gegen das Wohlergehen des Menschen richten. Der vernichtete Wald dürfte jetzt mehr als 5000 Hektar groß sein, mit unvorhersehbaren Folgen.








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