Mittwoch, 06.12.2017

MARIEKES TRATSCH: Die passende Nase für eine Prinzessin

Leserbrief

Als Schauspielerin Meghan Markle und der britische Prinz Harry ihre Verlobung bekanntgaben, waren Frauen auf der ganzen Welt enttäuscht – wieder eine Chance weniger, um Prinzessin zu werden.

Allerdings scheint die Frauen-Welt mit der Wahl seiner Braut ziemlich zufrieden zu sein, immerhin wurde Meghan Markle in den vergangenen Wochen zu einer Stilikone: Nach ihren öffentlichen Auftritten stürmen Frauen geradezu die Läden, um Kleider und Accessoires der Schauspielerin nachzukaufen. Mit so harmlosen Dingen wie Mode hört der Hype um die Schauspielerin allerdings nicht auf: Ein New Yorker Schönheitschirurg hat jetzt erklärt, dass viele seiner Patientinnen nach einer Nase verlangen, die aussieht wie die von Meghan Markle. Seit sie und der britische Prinz ihre Beziehung der Öffentlichkeit bekannt gegeben haben, hat ihre Popularität immer mehr zugenommen.

Dass die Mitglieder der Königshäuser zu Stilikonen werden, ist nichts Neues. Die verstorbene Prinzessin Diana ist das beste Beispiel: Sie stand regelmäßig den Schlagzeilen, war ein Modevorbild und galt zeitweise sogar als die am meisten fotografierte Frau der Welt

Selbst wer nur weitläufig zu den Royals dazugehört, kann man sich vor Aufmerksamkeit nicht retten. Pippa Middleton, die Schwester von Herzogin Catherine, kann davon ein Lied singen: Mit ihren Auftritt bei der Hochzeit ihrer Schwester löste sie 2011 einen Operationshype aus – allerdings war es nicht ihre Nase, die alle wollten, sondern ihr Hintern. Das „Pippa-Po-Lifting“ wurde zu einem gefragten Eingriff.

Die Frage ist natürlich, was sich die Frauen davon erhoffen. Finden sie Meghans Nase und Pippas Po nur zufällig schön? Oder steckt dahinter die Hoffnung, mit dem gleichen Aussehen auch die Gelegenheit zu haben, doch noch einen Prinzen an Land ziehen zu können? Schließlich soll auch Pippa angeblich mit Prinz Harry angebändelt haben. Es erscheint aber ziemlich traurig, wenn plötzlich lauter Frauen mit den gleichen Gesichtszügen oder dem gleichen Hintern herumlaufen – Individualität ist doch eigentlich viel schöner.







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