Mittwoch, 02.05.2018

Konzentration aufbetroffene Regionen

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Gerhard Grebbin, Goslar, zum Kommentar „Säue mögen kein Benzin“ (GZ vom 25. April 2018/Eingang: 27. April 2018)

Ihr Kommentar zu den Auswirkungen der außer Kontrolle geratenen Diesel-Diskussionen spricht mir aus der Seele. Mit Recht fordern Sie einen pragmatischen Ansatz.

Betrachten wir die Thematik doch mal losgelöst von VW-Bashing und Anti-Diesel-Hype: Es gibt einen Interessenkonflikt zwischen CO2-Minimierung und NOx-Minimierung. Das erste dient dem Klimaschutz der ganzen Welt, das andere dem Gesundheitsschutz an einzelnen neuralgischen Punkten. Die Belastung mit NOx ist in Deutschland regional sehr verschieden. In drei oder vier Städten liegen die Spitzenwerte nur knapp über den erlaubten Grenzwerten, mit sinkender Tendenz.

Bei dieser regionalen Betrachtung liegt es doch nahe, im Norden und Osten der CO2-Reduzierung die Priorität einzuräumen und die Nutzung von Dieselmotoren nicht zu verteufeln, sondern vielmehr aktiv dafür zu werben! Auf Fahrverbote und teure Nachrüstungen kann in diesen Gegenden komplett verzichtet werden. Hamburg und Kiel sollten sich besser um die Abgase der Schifffahrt kümmern.

Die Konzentration der NOx-Problematik auf die betroffenen Regionen würde das Kostenvolumen für dortige Nachrüstungen von Dieselfahrzeugen erheblich reduzieren und eine Lösung der Finanzierungsfrage erleichtern! Es sollte auch das Zustandekommen des Grenzwertes für NOx von 45 Mikrogramm im Straßenverkehr im Vergleich zu erlaubten 900 Mikrogramm (!) an Arbeitsplätzen noch einmal kritisch hinterfragt werden. Es ist nicht zu verstehen, warum nicht auch ein Wert von 60 Mikrogramm gesundheitlich verträglich wäre. Dieser Wert wird nur an wenigen Messstellen überschritten.








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