Montag, 16.09.2019

Konfetti-Regen auf dem historischen Schulhof

Leserbrief
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Goslar. Auf der einen Seite erstrahlte das historische Schulgebäude des Ratsgymnasiums in bunten Farben. Auf der anderen Seite bahnte sich der Vollmond seinen Weg hinter den Bäumen hervor. Die Rahmenbedingungen für die Jungen Bühne waren schon einmal optimal. Auch musikalisch kamen Rock- und Metal-Fans in diesem Jahr wieder auf ihre Kosten.

Die GMS und das Publikum sind froh über den Ortswechsel zurück zum Ratsgymna sium. So liegt die Junge Bühne viel zentraler in der Innenstadt. GMS-Pressesprecher Ulrich Matthey schwärmt zudem von der gemütlichen Atmosphäre vor der beleuchteten Schule.
Zum ersten Mal seit einigen Jahren konnte die Goslarer Music Scene (GMS) ihre Zelte wieder auf dem Schulhof des Ratsgymnasiums aufschlagen. In den vergangenen Jahren musste der Verein mit der Bühne auf den Kaiserpfalz-Parkplatz ausweichen. Über den Ortswechsel in die Innenstadt ist die GMS sehr froh. Pressesprecher Ulrich Matthey erzählt, dass er immer noch von Leuten zu hören bekäme, dass sie in den vergangenen Jahren ja gar nicht wussten, wo die Junge Bühne überhaupt zu finden sei. Das Ratsgymnasium liege viel zentraler und da müssten die Leute nicht lange suchen. Deswegen konnte die Junge Bühne laut Matthey in diesem Jahr auch wieder vom Laufpublikum profitieren.

Massen strömten zu den Top-Acts

Während es in den früheren Abendstunden am Freitag und Samstag noch recht überschaubar war, strömten zu den Top-Acts die Massen auf den Schulhof. Die Support-Gruppen „Wasted Origin“, „Green Machine, „Cryptex“ „Ex-Tales“, „Next to Come“ und „Into My Vault“ heizten dem Publikum ordentlich ein. Die Boxen dröhnten, die Fans jubelten den Bands entgegen.

„Cryptex“ bieten dem Publikum einen Mix aus Progressive Rock, Folk und Pop.

Zwei Besucher wurden beim Auftritt des Headliners „apRon“ am Freitag zur besonderen Attraktion. Nachdem die Band einige Lieder gespielt hatte, genehmigte sie sich eine kurze Pause und ließ das Publikum aktiv werden. Dafür brauchte sie zwei Freiwillige: einen starken Mann, der zum Krokodil wurde, und eine leichte Frau, die sich auf ihn setzen sollte. Auf starken Armen ließen sich die beiden so über die Menge tragen.

Start ohne großen Soundcheck

Die Tribute-Band „Psycho Sexy“ kommt sehr nah an die „Red Hot Chili Peppers“ ran.
Ohne einen großen Soundcheck legten die Headliner des Samstags „Psycho Sexy“ los. Die Goslarer Fans, laut Matthey etwa 2000 an der Zahl, spürten, dass die „Red Hot Chilli Peppers“-Tribute-Band Bock hatte, vor ihnen zu spielen. Der Gruppe gelang es, durch ihr Auftreten und ihre Dynamik sehr nah an das Original aus Kalifornien ranzukommen. „Die können was“, sagte GMS-Pressesprecher Matthey, der im Backstagebereich zu der Musik feierte.

In der ersten Reihe wurde geheadbangt, was das Zeug hält und die Goslarer zeigten sich nicht nur direkt vor der Bühne sehr textsicher. Vor allem die Hits „Californication„ und „By the Way“ grölten die Fans aus voller Kehle mit.

Zufrieden mit Resonanz

Ohne eine Zugabe wollte das Publikum die Band aber nicht gehen lassen. „Psycho Sexy“ hatten sich schließlich die Songs „Under the Bridge“ und „Give it Away“ für das große Finale aufgehoben. Die Fans verabschiedeten die Band dann mit den Worten „Ihr seid geil.“

Auch die GMS ist mit der Bandauswahl und der Publikumsresonanz zufrieden. Die Veranstalter planen auch schon für das kommende Jahr, denn nach dem Altstadtfest ist vor dem Altstadtfest: So konnte der Presesprecher Matthey schon jetzt drei Bands mitteilen, die für die kommende Junge Bühne zugesagt haben. Die Metal-Bands „Volbeast“ und „Dis.Agree“ aus Goslar sowie die Alternative Rock-Band „Scarfield“ aus Wolfenbüttel sind laut Matthey fix dabei.








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