Mittwoch, 07.03.2018

Kinostimmung im Essenssaal

Leserbrief

Vienenburg. Viel Applaus war zu hören, als Schüler der Förderschule am Harly die selbst produzierten Filme ihrer Mitschüler gesehen hatte. Auch die Beteiligten des Kooperationsvideos aus der Vicco-von-Bülow-Oberschule ließen es sich nicht nehmen, ihr Werk auf der Leinwand zu sehen. Drei verschiedene Kurzfilme wurden ihnen gezeigt. Ein Video hat es sogar zu den zehn besten inklusiven Kurzfilmen Niedersachsens geschafft. Das Thema des Schulwettbewerbes lautet „Ganz schön anders – ganz schön cool“.

Damit die Arbeit der Jungproduzenten gewürdigt wird, entschloss sich die Schule, außerhalb des gewohnten Unterrichts, einen Kinovormittag zu veranstalten. Auf die Idee, allen Schülern die eigenen Werke zu zeigen, kam Lehrer Reiko Linzer. Dem 42-Jährigen war es wichtig, dass sich auch Kinder ohne Internet im Haushalt die selbst produzierten Filme einmal anschauen können.

Ihm persönliche gefalle der Beitrag der Klasse A1, der es nicht in die nächste Runde des Wettbewerbes geschafft hat. Die Schüler im Alter von 15 bis 17 Jahren haben sich bei ihrem Projekt „Die coole Elf“ dem Thema Mobbing gewidmet. „Schade, dass das inklusive Kooperationsvideo mit der Vicco-von-Bülow-Oberschule die anderen Filme ein wenig untergehen ließ“, sagt Linzer.

Spaß bei der Arbeit

Ein Engagierter Schüler im Hintergrund des Mobbing-Films war Kai Gäber. Er stand nicht nur hinter der Kamera, sondern probte auch die Kinovorstellung zusammen mit seinem Lehrer Reiko Linzer. Kai ist begeistert von dem Filmprojekt. „Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, an unserem Video zu arbeiten“, erzählt der 17-Jährige. „Das Beste an diesem Kinotag ist, dass ich direkt weiß, welche Szene ich aufgenommen habe.“

Zu seinem Engagement hinter der Kamera durfte er zusätzlich vor der Linse einige Szenen schauspielern. Kai spielte die Rolle des Sportlehrers. Linzer ist von seinen Schauspielerkünsten beeindruckt. „Ich fand, dass er seine Rolle, wie auch die anderen Schüler in dem Film, sehr gut gespielt hat“, sagt er. Köstlich amüsierten sich die rund 200 Zuschauer über den Film „Wo ist das Problem?“, der in die Endrunde des inklusiven Wettbewerbes gekommen ist. Beifall gab es von einigen Schülern schon vor Ende des Videos.

Einmal Schauspieler sein

Stolz, den Film in der Förderschule mit seinen Schulkameraden zu gucken, war Hauptdarsteller Raymond Arnold. Das Gucken des Films belohnte ihn für die lange Arbeit am Projekt. „Ich fand es cool, dass sich andere Leute unseren Film ansehen“, erzählt der Zehntklässler. „Es hat mir viel Spaß gemacht, die Schüler von der anderen Schule kennenzulernen, und in die Arbeit eines Schauspielers eintauchen zu können.“ Der Film mit Raymond als Hauptdarsteller hat am 14. März die Chance, in Hannover einen Preis für den besten Kurzfilm Niedersachsens zu gewinnen. Als Hauptpreis winkt den Projektteilnehmern eine Reise nach Berlin mit einem Besuch im Filmpark Babelsberg.

Derzeit läuft auf YouTube noch der zusätzliche Publikumswettbewerb. Das Schülervideo, das bis zum 10. März, 24 Uhr, die meisten Klicks und Likes bekommt, gewinnt einen Extrapreis. Ihr findet den Film unter dem Stichwort „42 Wo ist das Problem“ auf YouTube. Der andere Film ist dort unter dem Stichwort „12 Die coole 11“ zu finden.







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