Freitag, 11.01.2019

Jugendliche träumen von Beständigkeit

Leserbrief

Goslar. Was fällt euch als erstes ein, wenn euch jemand nach euren Träumen fragt? Jeder von uns hat doch ein Ziel, auf das er gerade hinarbeitet. Das kann beispielsweise etwas Materielles wie ein neues Handy sein oder ein neuer Lebensabschnitt.

Morgen ist der Lass-Deine-Träume-wahr-werden-Tag. Der Tag soll dazu motivieren, Ziele zu erreichen und sich ihnen bewusst zu werden. Die Junge Szene hat Goslarer Jugendliche befragt, wie sie ihre Träume verwirklichen und was sie vom Aktionstag halten.

Jasmin Schulz erzählt, dass der Tag zwar als Anregung dienen kann und sie an ihre Träume erinnert, es ihrer Meinung nach aber Wichtigeres gibt. Vor allem, weil es heutzutage „einen Tag für alles“ gibt, ist er für sie nichts Besonderes.

Dennoch sind Träume für die 17-Jährige „der Sinn des Lebens“. Die Goslarerin träumt von einer Reise nach Skandinavien. Sie möchte 2021 ihr Abitur bestehen und anschließend Grundschullehramt studieren. Ihren Traum, beim Amerika-Austausch teilzunehmen, hat sie sich bereits erfüllt. Darauf ist Jasmin ziemlich stolz, denn sie hat sich die Reise allein finanziert. Die Schülerin hat dafür im Großhandel gearbeitet und viel gespart.

Träume verwirklichen

Im Gegensatz zu Jasmin, die grundsätzlich für ihre Träume arbeitet, geht es Anna Lohse entspannter an. „Ich lasse es einfach auf mich zu kommen“, sagt die 17-Jährige. Die Schülerin ist optimistisch und der Überzeugung, dass sie ihre Träume verwirklichen kann. Sie träumt nach ihrem Fachabitur von einer Reise nach Amerika oder Australien. Dort möchte sie entweder als Au Pair arbeiten oder Work and Travel leisten.

Außerdem will sie beruflich als Chemikerin durchstarten. Sie findet Träume wichtig, weil sie einen Ansporn bieten, Chancen zu ergreifen und etwas zu verändern. „Ich halte viel von dem Tag, da man sich somit seine Ziele bewusst machen kann“.

Eugen Romanov sieht das ähnlich und findet, dass man ohne Ziele nicht leben kann. Er sieht regelrecht eine Gefahr darin, keine zu haben. „Dann kann man aus der richtigen Bahn geraten und sich das Leben ruinieren“, meint der 18-Jährige. Er ist in Kasachstan geboren und erst vor drei Jahren nach Deutschland gekommen. Seitdem hat er sich bereits einige Träume erfüllt. Er geht zur Schule und hat die deutsche Sprache gelernt. Nachdem er seine Schulausbildung beendet hat, ist es ein Berufswunsch von ihm, Zugführer zu werden. Er kann sich aber auch vorstellen, später als Mechaniker zu arbeiten.

Eugen hat auch Ziele für sein Privatleben. Er möchte eine Frau finden und mit ihr eine Familie gründen. „Mit zwei Kindern“, sagt er. Vom Lass-Deine-Träume-wahr-werden-Tag hält er jedoch gar nichts. Er meint, dass Träume einfach so kommen und man dafür keinen speziellen Tag braucht.

Eine Erinnerung

Der 22-jährige Thomas Klass hingegen sagt, dass der Tag als „Erinnerung an seine Träume“ dient. Es ist ein Ziel von ihm, nach seiner Ausbildung als Groß-und Außenhandelskaufmann einen Job zu finden. Er könnte sich zudem noch vorstellen, eine Weiterbildung zum Betriebswirt zu absolvieren. Einen Traum hat sich der Goslarer bereits erfüllt: Er hat sein Abitur geschafft.

Generell sind Träume für ihn sehr wichtig und er lernt viel, um sie zu erreichen. Thomas meint: „Du musst was vor den Augen haben, denn ohne ein Ziel kommst du nicht weiter und du darfst nicht stehen bleiben. Stehen bleiben ist das Schlimmste“.







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