Mittwoch, 12.12.2018

Island: Eine Landschaft wie aus dem Bilderbuch

Leserbrief

Goslar/Neskaupstaður. Das beeindruckende Farbenspiel der Polarlichter, atemberaubende Wasserfälle, soweit das Auge reicht und die grenzenlosen Weiten Islands: Was andere nur von Fotos kennen, bestaunten Maren Achilles und Lena Organiszak mit ihren eigenen Augen. Die 19-Jährigen absolvierten ein vierwöchiges Praktikum in Island.

Die beiden, die in Goslar die Berufsbildenden Schulen (BBS) am Stadtgarten besuchen, befinden sich im zweiten Lehrjahr in der Ausbildung zur Industriekauffrau. In Island wollten sie weitere praktische Erfahrungen sammeln, aber auch die „Insel aus Feuer und Eis“ besser kennenlernen. „Schon bevor wir wussten, dass wir über das Erasmus-Förderprogramm nach Island gehen können, war ich von dem Land fasziniert“, sagt Maren. Von seiner eisigen Seite lernten die beiden Island recht schnell kennen: In dem nordeuropäischen Land war es mehr als 20 Grad Celsius kälter als in Deutschland.

Der Gullfoss ist der bekannteste Wasserfall Islands. Lena Organiszak, Giada Mancini, eine italienische Erasmus-Studentin und Maren Achilles auf einem Ausritt auf Island-Pferden (Foto unten).

In Reykjavik genehmigten sich die beiden erst einmal einen Kurzurlaub, bevor es mit der Arbeit losging. Dort begaben sie sich auf die „Golden Circle Tour“, eine bekannte Sightseeing-Route. Sie besichtigten einen Nationalpark, Wasserfälle und einen riesigen Geysir. Zum Abschluss der Tour entdeckten Maren und Lena Islands heiße Seite: Es ging für sie in die „Secret Lagoon“, eine zwischen 38 und42 Grad Celsius heiße Quelle.

Bus kommt nur zwei Mal am Tag

Genug ausgeruht: Von Reykjavik ging es dann mit einer kleinen Propellermaschine nach Neskaupstaður. In der 1500-Seelen-Gemeinde hat ihr Praktikum begonnen, doch auch da ging es entspannt zu. Viel los sei dort nicht gewesen, „der Bus ist nur zwei Mal am Tag gefahren“, erzählt Maren.


Doch langweilig war ihnen nicht, sie waren ja schließlich zum Arbeiten da. Sie schnupperten unter anderem in die Arbeit eines Aluminium-Herstellers hinein. Dort befassten sie sich mit der Warenannahme, überprüften das Lager und aktualisierten Daten im Computer. Aber auch bei der Arbeit erkannten die 19-Jährigen, dass es in Island lockerer zugeht, als sie aus ihren Betrieben in Deutschland kennen. Von Anfang an wurden sie geduzt und die Pausen konnten die Azubis flexibel gestalten.

Die vier Wochen haben die beiden so geprägt, dass sie sich vorstellen können, noch einmal ins Ausland zu gehen und später für eine längere Zeit dort zu leben. Doch jetzt sind sie erst einmal wieder in ihren Betrieben in Deutschland und freuen sich, dort weitere Erfahrungen zu sammeln.








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