Dienstag, 21.11.2017

Irre Auswüchse der genderfairen Sprache

Leserbrief
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Angelika Volk, Bad Harzburg, zum Artikel „Kritik an der GZ: Sprache benachteiligt Frauen“ (GZ vom 21. November 2017/Eingang: 21. November 2017)

Befinden wir uns inzwischen auf dem Weg in die Sprachpolizei? Ich finde nicht, dass die Journalisten der Goslarschen Zeitung zu „männlich“ formulieren. Ich fühle mich als Frau nicht diskriminiert.

Die Vorschläge der drei Damen sind außerdem ziemlich verquer. Was meinen sie, wie sich 16-jährige Schüler fühlen, wenn sie als „Schulkinder“ bezeichnet werden? Wie würden die drei Damen selbst es finden, wenn nun gendergerecht nicht nur von Polizistinnen und Polizisten, sondern auch generell von Verbrecherinnen und Verbrechern, Terroristinnen und Terroristen etc. geschrieben würde? Bestehen sie darauf ebenfalls? Die „Bösen“ sind nur männlich? Im Übrigen impliziert der Plural in der deutschen Sprache in der Regel beide Geschlechter. Das bedeutet, denkt man weiter, dass immer, wenn zum Beispiel von Bürgerinnen und Bürgern die Rede ist, die weibliche Form zweimal genannt wird. Hier werden quasi die Männer diskriminiert. Eine Aufforderung für die Männerarbeitsgemeinschaft im Landkreis Goslar, sich zu empören. Ach, die gibt es gar nicht? Tja… Die so genannte gendergerechte Sprache hat es schon zu irren Auswüchsen gebracht. Man sehe sich die amtlichen Berliner Formulare an, in denen es von Gendersternchen nur so wimmelt. Ich wäre wirklich froh, wenn wir hier mal die Kirche mal im Dorf lassen könnten.



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