Mittwoch, 19.09.2018

Ideen für die Zeit nach der Schule sammeln

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Goslar. Dichtes Gedränge, viele Stände, Jugendliche, soweit das Auge reicht: Gibt es im Goslarer Kreishaus etwas kostenlos? Ja, Berufsberatung. Bereits im dritten Jahr lädt der Landkreis zu seiner kombinierten Studien- und Ausbildungsmesse ein.

Mehr als 1500 Schülerinnen und Schüler sprechen mit regionalen Ausstellern und informieren sich über Karrieremöglichkeiten. Die diesjährige Veranstaltung ist rekordverdächtig: Die Jugendlichen können sich an 102 Ständen beraten lassen und Fragen stellen.

Einige Aussteller sind zum ersten Mal im Kreishaus vertreten, zum Beispiel das Bestattungshaus Berkhoff. Gerade weil der Beruf des Bestatters für Jugendliche ungewöhnlich ist, war es Martina Berkhoff ein Anliegen, an der Messe teilzunehmen. „Ich möchte den Jugendlichen meinen Beruf näherbringen, der Tod gehört schließlich zum Leben mit dazu“, sagt sie. Die Geschäftsführerin ist erstaunt, wie viele Schüler ihr Interesse bekunden. Einige Jugendliche kämen sogar konkret mit dem Berufswunsch des Bestatters und hätten sie mit zahlreichen Fragen bombardiert, erzählt Martina Berkhoff.

Kein Plan für die Zukunft

Aber nicht alle Schüler, die die Messe besuchen, haben schon Pläne für ihre Zukunft. Der 16-jährige Dave Wakula sammelt auf der Berufsbörse Ideen. Er weiß noch nicht, was er später machen will. Bei der 15-jährigen Sarah Kusian ist auch noch alles offen. Konkreter sieht es bei René Fetschenheuer aus. „Ich möchte gern etwas im handwerklichen Bereich machen. In einem Bürojob nur rumzusitzen, wäre nichts für mich“, sagt der 17-Jährige.

Saskia Wochau kann sich eine Ausbildung im Hauswirtschaftsbereich vorstellen. „Ich koche gern. Das ist mein größtes Hobby“, sagt die 16-Jährige. Trotzdem ist sie an Handwerksberufen interessiert und schnuppert in die Arbeit von Dachdeckern hinein. Sie sägt und schleift vor dem Kreishaus, auch wenn sie sich nicht vorstellen kann, mal in einer Werkstatt zu arbeiten.

Mädchen in Handwerksberufe bringen

Die Agentur für Arbeit versucht auf der Berufsstarterbörse, Mädchen für Handwerksberufe zu gewinnen. Die Mitarbeiter erklären, dass die Frauenquote zwar höher werde, aber es könne noch mehr weibliche Fachkräfte geben. Das weiß auch Carla Löhrer, Schornsteinfegermeisterin, die auf der Messe daher vorrangig Mädchen anspricht.

Während das Augenmerk am gestrigen Mittwoch auf den Ausbildungsberufen lag, ist der heutige Messetag für Schüler gedacht, die das Abitur anstreben. Diese können sich natürlich auch über Ausbildungsberufe informieren. Aber heute stellen zusätzlich Universitäten ihre Studiengänge vor.

Wer im Kreishaus mit den Ausstellern ins Gespräch kommen will, hat heute Vormittag von 8.30 bis 13.30 Uhr die Gelegenheit dazu. Eine Anmeldung ist nicht notwenig. Der Eintritt zur Messe ist frei.








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