Donnerstag, 30.11.2017

Höchste Vorsicht ist kein Fehler

Leserbrief
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Prof. Dr. Friedrich Kollenrott, Schladen, zum Leitartikel „Ende der Glyphosat-Farce“ von Johannes Kaufmann (GZ vom 29. November 2017/Eingang: 29. November 2017)

Das Vorgehen des Bundesministers Schmidt in Sachen Glyphosat als „mutigen Schritt gegen den Strom“ zu bezeichnen, ist ein starkes Stück. Er und seine CSU haben da ein Stück Hinterfotzigkeit abgeliefert, das wirklich seinesgleichen sucht. Bleibt zu hoffen, dass die SPD daraus ihre Schlüsse zieht.

Zur Sache: Ob Glyphosat schwach krebserregend ist, darüber streitet man sich – bei einer Chemikalie, die in solchen Mengen auf die Äcker kommt, ist höchste Vorsicht sicher kein Fehler. Das eigentlich Bedenkliche aber ist, scheint mir, dass es in der Landwirtschaft (unter dem Druck erschreckend niedriger Preise für die Erzeugnisse, ich weiß) offenbar in vielen Fällen gängige Praxis ist, die Äcker totzuspritzen (die Pflanze stirbt, die Tiere verhungern). Man muss weder Biologe noch Bauer sein, um da einen Zusammenhang mit den erschreckenden Meldungen über die Abnahme der Biodiversität zu sehen. Schlimm, dass eine Agrarpolitik, die eine naturgemäßere und nachhaltigere Wirtschaftsweise ermöglicht (zum Beispiel durch Zahlungen an Landwirte, die auf großflächigen Herbizideinsatz verzichten) offenbar in immer weitere Ferne rückt.



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